Von Golden Gate bis Joshua Tree: Kalifornien in 18 Tagen

Kalifornien in 18 Tagen, vom kühlen Nebel über der Bucht von San Francisco bis zum flirrenden Salzboden des Death Valley. Sie fahren den Highway 1 an der Big-Sur-Küste entlang, wo die Straße sich in engen Kurven über den Klippen hält und unten die Brandung gegen dunkles Gestein schlägt, und Sie sehen Los Angeles vom Griffith Observatory aus als Lichtermeer bis zum Pazifik. Danach führt die Route hinauf in die Sierra Nevada, über den Tioga Pass in den Yosemite, wo Granitwände senkrecht in den Himmel stehen und der Duft von warmem Kiefernharz in der Luft hängt. Zum Schluss die Weinberge von Sonoma, wo im September gelesen wird und über den Kellereien ein süßlicher Geruch liegt. Diese Route haben wir so zusammengestellt, dass zwischen den langen Etappen immer wieder Tage stehen, an denen Sie einfach bleiben können. 

San Francisco – Monterey – Los Angeles – San Diego – Palm Springs – Joshua Tree NP – Death Valley – Mammoth Lakes – Yosemite – Sonoma Valley

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Inkludierte/exkludierte Leistungen

  • 17 Nächte in Mittelklasse Hotels 
  • Langstreckenflug von Deutschland nach San Francisco und von San Francisco zurück 
  • Mietwagen Kategorie Midsize SUV 
  • Gebühr für 2. Fahrer inklusive 
  • Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt 
  • USA eSIM inkl. Datenvolumen 
  • Ausführliches Roadbook per App 
  • Reiseführer 

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Ihr Reiseplan

Nach dem Langstreckenflug landen Sie am Flughafen San Francisco, wo die Uhr neun Stunden zurückspringt und der Tag noch einmal von vorn beginnt. Ein Mietwagen wartet heute bewusst nicht auf Sie: Die ersten drei Tage sind Sie in einer Stadt unterwegs, die mit Cable Car, Bus und den eigenen Füßen besser funktioniert als mit einem Auto, für das Sie überall Parkgebühren zahlen. Der Transfer bringt Sie in Ihr Hotel. 

Gegen den Jetlag hilft Licht und Bewegung. Vom Hotel aus lohnt der Weg hinunter ans Wasser zum Ferry Building, einer alten Fährhalle mit Uhrturm, in der heute rund fünfzig Stände Austern, Käse, Brot und Kaffee verkaufen. Draußen liegt der Embarcadero, die breite Uferstraße, auf der abends die Möwen über den Pieren kreisen und der Wind vom Wasser kalt wird, egal wie warm der Tag war. Nehmen Sie eine Jacke mit, San Francisco kühlt am Abend zuverlässig ab. 

Der Klassiker zuerst: Mit dem Cable Car rumpeln Sie die Powell Street hinauf, an der Kreuzung kippt der Wagen über die Kuppe, und für einen Moment liegt die ganze Straße wie eine Rutschbahn vor Ihnen. Unten an der Bucht liegt Fisherman’s Wharf mit seinen Fischbuden, den bellenden Seelöwen auf den Holzflößen von Pier 39 und dem Geruch nach Sourdough-Brot und Salzwasser. 

Von dort geht es weiter zur Golden Gate Bridge, zu Fuß oder mit dem Bus. Wer sie überqueren will, sollte Zeit einplanen: Der Fußweg über die Brücke dauert gut eine halbe Stunde pro Richtung, unter Ihnen zieht das Wasser durch, und wenn die Nebelbank vom Pazifik hereinschiebt, verschwinden die roten Pfeiler nach oben hin einfach im Weiß. Am Nachmittag ist die Sicht meist klarer als am Vormittag. 

Für den späten Nachmittag empfehlen wir das Exploratorium am Pier 15, ein Wissenschaftsmuseum zum Anfassen, in dem Erwachsene meist länger an den Experimentierstationen hängen bleiben als die Kinder, die sie mitgebracht haben. 

Buchen Sie die Fähre nach Alcatraz früh, die Tickets sind oft Wochen im Voraus vergriffen. Die Überfahrt dauert kaum eine Viertelstunde, dann stehen Sie vor den abblätternden Wänden des alten Zellenblocks, und der Audioguide, gesprochen von ehemaligen Insassen und Wärtern, führt Sie durch Gänge, in denen der Wind pfeift. Auf dem Rückweg über das Wasser liegt die Skyline plötzlich sehr nah und sehr unerreichbar, genau die Perspektive, die den Ort damals ausgemacht hat. 

Am Nachmittag wechseln Sie das Tempo. Im Mission District hängen großflächige Wandbilder an den Seitenwänden ganzer Häuserblocks, in der Clarion Alley reiht sich ein Motiv ans nächste, und aus den Taquerias zieht der Geruch von gegrilltem Fleisch und Limette auf die Straße. Alternativ fahren Sie in den Golden Gate Park zum de Young Museum, dessen kupferverkleidete Fassade langsam grün anläuft und dessen Aussichtsturm den Blick über die Baumkronen bis zum Pazifik freigibt. 

Heute übernehmen Sie den Mietwagen und fahren nach Süden. Rund 342 Kilometer liegen vor Ihnen, etwa vier Stunden reine Fahrzeit, aufgeteilt in zwei Etappen: 191 Kilometer bis Monterey, danach 151 Kilometer weiter nach San Simeon. Hinter San Jose öffnet sich das Land, Artischockenfelder ziehen bis an die Dünen, und die Luft wird mit jedem Kilometer salziger. 

In Monterey lohnt der Stopp im Monterey Bay Aquarium an der Cannery Row. Das Haus steht auf dem Fundament einer alten Sardinenfabrik, und in der großen Kelpwald-Halle schwanken meterhohe Algen in der Strömung, während Sardinenschwärme in silbrigen Spiralen daran vorbeiziehen. Wer lieber draußen bleibt, fährt die gebührenpflichtige Panoramastraße 17-Mile Drive durch Pebble Beach oder wandert eine kurze Runde im Point Lobos State Natural Reserve, wo Zypressen windschief über dem Wasser stehen und Seeotter im Tang treiben. 

Der eigentliche Höhepunkt ist danach die Straße selbst. Der Highway 1 durch Big Sur klebt in engen Kurven an der Steilküste, mal hundert Meter über der Brandung, mal dicht am Wasser. Bei der Bixby Creek Bridge halten fast alle an, zu Recht: Der schlanke Betonbogen spannt sich über eine tief eingeschnittene Schlucht, und dahinter zieht die Küstenlinie in weiten Bögen nach Süden. Planen Sie großzügig, diese Strecke lässt sich nicht abkürzen und will es auch nicht. 

Starten Sie früh, der Tag hat zwei Teile. Oberhalb von San Simeon thront Hearst Castle auf einem Hügel über der Küste, das Anwesen des Zeitungsverlegers William Randolph Hearst, entworfen von der Architektin Julia Morgan. Der Shuttlebus schraubt sich die Zufahrt hinauf, und oben stehen Sie vor einem Bau, der römische Tempelfront, spanische Kacheln und einen Außenpool aus weißem Marmor zu etwas zusammensetzt, das es so kein zweites Mal gibt. Mehrere Führungen stehen zur Wahl, die Grand Rooms Tour ist der beste Einstieg. 

Wenige Kilometer nördlich liegt die Piedras Blancas Elephant Seal Rookery, ein Strandabschnitt, an dem See-Elefanten liegen, ohne sich an Zuschauern zu stören. Die Zahl der Tiere schwankt über das Jahr, im Frühherbst sind es meist Jungtiere. Der Zugang zu den Aussichtsplattformen ist kostenlos und ganzjährig möglich. 

Danach folgen 370 Kilometer bis Los Angeles, knapp vier Stunden über den Highway 101. Die Landschaft wechselt: Erst goldbraune Hügel und Weinberge um Paso Robles, dann die Küste bei Santa Barbara mit ihren weißen Häusern und roten Ziegeldächern, zuletzt die breiter werdenden Freeways von Los Angeles. Rechnen Sie im Großraum L.A. mit zäher Rush Hour, ab etwa 15 Uhr wird es dicht. 

Auf dem Mount Hollywood steht das Griffith Observatory, und der Weg dorthin führt durch trockenes Buschland, in dem es nach warmem Salbei riecht. Von der Terrasse aus liegt das Becken von Los Angeles unter Ihnen, an klaren Tagen bis zum Pazifik, gegenüber die weißen Buchstaben des Hollywood Signs am Hang. Der Eintritt ist frei, die Sternwarte öffnet dienstags bis freitags erst mittags, am Wochenende bereits am Vormittag, montags bleibt sie geschlossen. 

Für den zweiten Teil des Tages fahren Sie ans Wasser. Der Santa Monica Pier ragt seit 1909 in den Pazifik, mit Riesenrad, Achterbahn und dem Rauschen unter den Holzplanken. Südlich davon beginnt Venice Beach mit seinen Skateanlagen, Muscle Beach und dem Strom aus Rollschuhfahrern auf dem Ocean Front Walk. Wer lieber Kunst als Küste möchte, wählt stattdessen das Getty Center auf dem Höhenzug über dem Freeway, ein Museum aus hellem Travertin mit Gärten und weitem Blick, Eintritt frei, Parken kostenpflichtig. 

Die Fahrt hinunter nach San Diego ist mit 194 Kilometern und knapp zwei Stunden die entspannteste Etappe der Reise. Wer Zeit hat, nimmt statt der Interstate den Pacific Coast Highway durch die Strandorte von Orange County, vorbei an Laguna Beach mit seinen Buchten zwischen den Felsnasen. Die Strecke dauert länger und lohnt sich an einem Vormittag ohne Termindruck. 

In San Diego angekommen, empfehlen wir den Nachmittag im Balboa Park, einer weitläufigen Parkanlage mit Museen, Palmenalleen und Bauten im spanischen Kolonialstil, deren Türme über die Baumkronen ragen. Der Japanese Friendship Garden liegt etwas versteckt und ist ein guter Ort, um nach der Fahrt herunterzukommen. 

Abends geht es ins Gaslamp Quarter, wo viktorianische Backsteinfassaden und Leuchtreklamen dicht nebeneinander stehen und die Restaurants ihre Tische auf den Gehweg stellen. Der Weg zum Wasser ist kurz, am Embarcadero liegt der Flugzeugträger, der Sie morgen erwartet. 

Am Vormittag stehen zwei Möglichkeiten offen, die sich schwer verbinden lassen. Der San Diego Zoo im Balboa Park gehört zu den bekanntesten Zoos der Welt und braucht mindestens einen halben Tag. Wer lieber draußen ist, fährt auf die Halbinsel Point Loma zum Cabrillo National Monument, wo ein altes Leuchtturmhäuschen auf der Klippe steht und der Blick über die Bucht, die Marinebasis und bei klarer Luft bis nach Mexiko reicht. Bei Ebbe lassen sich unten an den Tidepools Seesterne und Einsiedlerkrebse zwischen den Felsbecken finden. 

Nachmittags zieht es Sie ans Wasser. In La Jolla liegen Seelöwen auf den Felsen der Children’s Pool Beach, so nah, dass man ihr Schnauben hört. Nördlich davon zieht sich das Torrey Pines State Natural Reserve über die Sandsteinklippen, mit Wegen durch niedrige Kiefern und Blick auf lange, helle Strände. Alternativ setzen Sie über nach Coronado, wo der breite Sandstrand vor dem weiß-roten Hotel del Coronado in der Nachmittagssonne fast weiß aussieht. 

Hinter San Diego steigt die Straße an, und in gut zwei Stunden verändert sich alles. 225 Kilometer sind es bis Palm Springs, gut zwei Stunden Fahrzeit, erst durch Bergland mit Eichen und Granitblöcken, dann hinunter in das Coachella Valley, wo die Luft trocken wird und die Fahrzeugklimaanlage merklich mehr zu tun bekommt. Am Horizont drehen sich hunderte Windräder im San Gorgonio Pass. 

Palm Springs empfängt Sie mit Palmenreihen, flachen Häusern aus den Fünfzigern und Bergen, die direkt hinter der letzten Straße senkrecht aufsteigen. Wir empfehlen für den späten Nachmittag die Palm Springs Aerial Tramway, deren Kabine sich drehend über die Felswände des Chino Canyon schiebt und in zehn Minuten auf 2.596 Meter bringt. Oben beginnt der Mount San Jacinto State Park mit Kiefernwald und Wanderwegen, und die Temperatur liegt deutlich unter der im Tal. 

Der Joshua-Tree-Nationalpark liegt gut eine Stunde nordöstlich von Palm Springs, und er sieht aus wie von einem Bühnenbildner erfunden: rundgeschliffene Granitblöcke, aufeinandergestapelt wie von einer riesigen Hand, dazwischen die Josuabäume mit ihren gedrehten Armen und borstigen Büscheln. Fahren Sie früh los, am Vormittag steht das Licht noch flach und die Hitze ist erträglicher. 

Der Hidden Valley Nature Trail ist eine kurze Runde von gut anderthalb Kilometern durch einen von Felsen umschlossenen Talkessel, in dem früher angeblich Viehdiebe ihre Herden versteckten. Vom Keys View am Ende einer Stichstraße blicken Sie über das gesamte Coachella Valley, den San-Andreas-Graben und bei guter Sicht bis zum Salton Sea. 

Zurück in Palm Springs gehört der späte Nachmittag dem Pool oder den Indian Canyons, den Palmenschluchten auf dem Land der Agua Caliente Band of Cahuilla Indians. Im Palm Canyon führt ein Weg an einem Bachlauf entlang, unter Fächerpalmen, deren abgestorbene Wedel wie Röcke am Stamm hängen, und plötzlich ist es kühl und grün. 

Die längste Etappe der Reise steht an: 483 Kilometer bis Furnace Creek, etwa vier Stunden und fünfundvierzig Minuten reine Fahrzeit. Die Strecke führt über Twentynine Palms und Baker durch die Mojave-Wüste, vorbei an Kreosotbüschen, verwitterten Tankstellen und Bergketten, die den ganzen Tag am Horizont bleiben, ohne näher zu kommen. Tanken Sie, wann immer sich die Gelegenheit bietet, die Abstände zwischen den Stationen sind hier groß. 

Kurz vor Furnace Creek fällt die Straße ab, und der Death-Valley-Nationalpark öffnet sich als breites, von schroffen Bergketten eingefasstes Becken. Der Boden schimmert in Ocker, Grau und Weiß, Salzkrusten ziehen sich über die Senke, und die Hitze steht so unbewegt in der Luft, dass sie beim Aussteigen wie eine Wand wirkt. 

Für den frühen Abend empfehlen wir den kurzen Weg zum Zabriskie Point. Vor Ihnen liegen die gefalteten Badlands, ein Meer aus goldbraunen Rippen und Rinnen, und wenn die Sonne tiefer steht, laufen lange Schatten durch die Furchen und die Farben wechseln von Gelb über Orange nach Violett. Dahinter, wie ein heller Streifen, das Salz von Badwater. 

Stehen Sie früh auf, die kühlste Stunde des Tages ist die beste. Badwater Basin liegt 86 Meter unter dem Meeresspiegel, der tiefste Punkt Nordamerikas, und der Salzboden knirscht unter den Schuhen wie gefrorener Schnee. An der Felswand hinter dem Parkplatz zeigt ein kleines Schild in schwindelnder Höhe an, wo der Meeresspiegel läge. Auf dem Rückweg lohnt die Einbahnschleife des Artists Drive, wo Mineralien den Hang in Grün, Rosa und Türkis einfärben. 

Danach folgen 330 Kilometer nach Norden, rund dreieinhalb Stunden, hinaus aus dem Becken und hinauf ins Owens Valley. Der Höhenmesser arbeitet: von 86 Metern unter dem Meeresspiegel auf über 2.400 Meter in Mammoth Lakes. Zur Linken steht die Ostflanke der Sierra Nevada als geschlossene Wand, kahl, grau und gezackt, zur Rechten die weiten, hellen Flächen des Tals. 

In Mammoth Lakes ist die Luft plötzlich dünn, kühl und harzig. Für den Abend reicht ein kurzer Abstecher zum Convict Lake, einem See in einem Felskessel, dessen Wasser bei ruhiger Oberfläche die Bergwände spiegelt. Ein paar Schritte am Ufer entlang genügen, um zu merken, in welcher anderen Welt Sie seit dem Morgen gelandet sind. 

Der dichteste Tag der Reise, dafür einer der schönsten. Zuerst 165 Kilometer und gut zwei Stunden von Mammoth Lakes über Lee Vining und den Tioga Pass in den Yosemite-Nationalpark, danach 60 Kilometer und rund anderthalb Stunden weiter nach Oakhurst. Wer früh startet, hängt den kurzen Abstecher zum Mono Lake Tufa State Natural Reserve an: Am South Tufa führt ein Rundweg von gut anderthalb Kilometern zwischen bizarren Kalktürmen hindurch, die aus dem salzigen, dunklen Wasser wachsen. 

Die Tioga Road klettert auf 3.031 Meter, den höchsten Straßenpass Kaliforniens, und fällt dann in die Hochlagen des Yosemite ab. In den Tuolumne Meadows liegt eine weite Wiesenebene zwischen abgerundeten Granitkuppen, durchzogen von einem Fluss, der sich in engen Schleifen durch das Gras windet. Am Olmsted Point öffnet sich der Blick nach Süden auf die Rückseite des Half Dome, und der blanke, hellgraue Fels sieht aus, als sei er gerade erst freigelegt worden. 

Unten im Yosemite Valley stehen die Wände dann senkrecht. El Capitan hebt sich über tausend Meter aus dem Talboden, und mit dem Fernglas entdeckt man oft winzige Punkte in der Wand, Kletterer, die dort mehrere Tage unterwegs sind. Am Tunnel View liegt das ganze Tal auf einen Blick vor Ihnen. Danach fahren Sie über die Wawona Road hinaus nach Oakhurst, wo Sie zwei Nächte bleiben. 

Oakhurst liegt eine gute halbe Stunde vom Südeingang des Parks entfernt, und heute bleibt der Tag bewusst ruhig. Vom Welcome Plaza bringt Sie ein kostenloser Shuttle hinauf zur Mariposa Grove, dem größten Mammutbaumhain des Yosemite mit über 500 ausgewachsenen Riesen. Der Big Trees Loop ist ein halber Kilometer und barrierefrei, der Grizzly Giant Loop mit gut drei Kilometern führt zum Grizzly Giant selbst, dessen unterster Ast dicker ist als die meisten Bäume drumherum. Der Boden federt unter zimtroter Rinde, und das Licht fällt in schrägen Bahnen durch die Kronen. 

Wer den Blick von oben will, nimmt stattdessen die Glacier Point Road. Am Ende der Straße stehen Sie 980 Meter über dem Talboden, mit Half Dome auf Augenhöhe und den Wasserfällen als schmalen Bändern in der Ferne. Die Anfahrt kostet gut eine Stunde pro Richtung, dafür bekommen Sie die Perspektive, die auf jeder zweiten Yosemite-Aufnahme zu sehen ist. 

Für Familien lohnt der Nachmittag bei der Yosemite Mountain Sugar Pine Railroad in Fish Camp, einer schmalspurigen Dampfbahn, die auf einer alten Holzfällerstrecke durch den Wald schnauft, begleitet vom Geruch nach heißem Öl und Rauch. 

Die Straße fällt heute den ganzen Vormittag: 309 Kilometer bis Davis, gut drei Stunden Fahrzeit. Zuerst durch die Ausläufer der Sierra Nevada mit ihren goldenen Grashängen und verstreuten Eichen, dann durch die alten Goldgräberorte am Highway 49, wo die Ortsschilder nach Jahreszahlen klingen. Ab Stockton wird das Land flach und weit, und die Bewässerungskanäle ziehen schnurgerade durch Mandel- und Tomatenfelder. 

Davis ist eine Universitätsstadt und wirkt entsprechend: mehr Fahrräder als Autos, breite schattige Straßen, ein überschaubares Zentrum. Der UC Davis Arboretum zieht sich als schmaler Grünzug an einem alten Flussarm entlang, mit Eichenhainen, Rosenbeeten und Wegen, auf denen abends die halbe Stadt läuft. Der Eintritt ist frei. 

Am Campus steht außerdem das Manetti Shrem Museum of Art, dessen Dach aus hunderten gebogenen Aluminiumträgern besteht und im Nachmittagslicht ein Muster aus Streifen auf den Boden legt. Gezeigt wird zeitgenössische Kunst, viel davon aus der eigenen Sammlung der Universität. 

Nur 85 Kilometer und knapp eine Stunde trennen Sie heute vom Ziel, die kürzeste Fahrt der Reise. Nutzen Sie den freien Vormittag: Samstags und mittwochs findet in Davis der Davis Farmers Market im Central Park statt, ganzjährig, mit Pfirsichen, Tomaten und Walnüssen aus dem Umland. Wer lieber etwas anderes sieht, fährt eine halbe Stunde nach Osten in die Altstadt von Sacramento, wo hölzerne Arkaden über den Gehwegen stehen und das California State Railroad Museum restaurierte Dampfloks in Halbdunkel und Scheinwerferlicht zeigt. Der Umweg verlängert den Tag um rund 50 Kilometer. 

Hinter der Bucht von San Pablo beginnt das Weinland. Die Hügel werden weicher, Rebzeilen laufen in exakten Linien die Hänge hinauf, und dazwischen stehen Eichen wie hingestellt. Im September ist Lese, dann sind die Straßen voller Traktoren mit Kisten, und über den Kellereien liegt ein süßlicher, gärender Geruch. 

Sonoma selbst ist kleiner und ruhiger als Napa. Um die zentrale Plaza, den größten historischen Stadtplatz Kaliforniens, gruppieren sich Adobebauten, Buchläden und Restaurants unter alten Bäumen. Diesen Abend planen wir gerne mit einem frühen Essen am Platz und einem Glas Wein aus der unmittelbaren Umgebung. 

Geschichte am Vormittag: Der Sonoma State Historic Park verteilt sich auf mehrere Gebäude rund um die Plaza, darunter die Mission San Francisco Solano, die nördlichste der kalifornischen Missionen, die alte Kaserne und das Haus von General Vallejo. Hier wurde 1846 die Bärenflagge gehisst, die bis heute auf der kalifornischen Staatsflagge steht. Geöffnet ist täglich von 10 bis 17 Uhr. 

Danach ins Grüne. Der Jack London State Historic Park liegt zwanzig Minuten nordwestlich in Glen Ellen, auf dem Gelände der Beauty Ranch, die der Schriftsteller ab 1905 aufbaute. Ein schattiger Weg führt zu den Ruinen des Wolf House, das kurz vor der Fertigstellung abbrannte: Von der Steinfassade stehen noch die Kamine und Fensterbögen, dazwischen wächst Wald. Das Museum im House of Happy Walls erzählt die Geschichte dahinter. 

Zum Wein gehört der Ort, an dem er begann. Die Buena Vista Winery wurde 1857 gegründet und liegt gut anderthalb Kilometer von der Plaza entfernt, mit einem Steingebäude aus der Gründungszeit und alten Tunneln im Hang. Verkostungen laufen nur mit Reservierung. Wer mag, lässt das Auto stehen und nimmt für die Weingüter ein Taxi oder eine geführte Tour, dann kann auch die zweite Person probieren. 

Rund 85 Kilometer trennen Sonoma vom Flughafen San Francisco, je nach Verkehr gut eineinhalb Stunden. Die Straße führt durch die letzten Rebzeilen, dann über die Bucht, und wenn der Nebel wie so oft am Morgen über dem Wasser liegt, ragen nur die Türme der Brücken heraus. Am Flughafen geben Sie den Mietwagen zurück. 

Bleibt vor dem Rückflug Zeit, lohnt ein letzter Halt in Sausalito am Nordufer der Bucht, mit Hausbooten, Seglern und dem Blick zurück auf die Skyline von San Francisco. Danach geht es zum Terminal und über Nacht zurück nach Deutschland. 

Wunschleistungen

  • Aufpreis Premium Economy Class Flüge: ab 720 € p. P.
  • Rail & Fly ab/bis Frankfurt in der 2. Klasse inkl. ICE Nutzung: 110 € p. P.
  • America The Beautiful Pass 250,- USD

FAQ

Welche Staaten gehören zur Westküste der USA?

Kalifornien, Oregon und Washington bilden die Westküste der USA. Für uns ist diese Route ideal, weil sie Pazifikstrände, Großstädte, Nationalparks, Wälder und Berglandschaften auf einer Reise vereint.

Wie plane ich einen Roadtrip an der Westküste?

Eine klassische Route führt von San Francisco über Los Angeles bis San Diego oder von Portland nach Seattle. Wir empfehlen, bewusst etwas weniger Orte einzuplanen und zusätzliche Zeit für Küstenstraßen, Verkehr und spontane Stopps freizuhalten. Sprechen Sie uns an, wir planen die Route perfekt auf Sie abgestimmt.

Welche Nationalparks liegen an der Westküste?

Yosemite, Sequoia, Redwood, Crater Lake, Olympic und Mount Rainier gehören zu den schönsten Nationalparks der Westküste. Besonders bei Yosemite und beliebten Sommerterminen raten wir dazu, Reservierungen, Straßeninfos und Unterkünfte rechtzeitig zu prüfen

Wann sollte ich die Westküste bereisen?

Frühling und Herbst sind aus unserer Sicht die angenehmsten Reisezeiten, da das Wetter häufig mild ist und weniger Besucher unterwegs sind. Im Sommer können Küstennebel, Hitze im Inland und mögliche Waldbrände die Planung beeinflussen.

Was ist der America the Beautiful Pass?

Der America the Beautiful Pass ist ein Jahrespass für US-Nationalparks und viele weitere Erholungsgebiete des Bundes. Er gilt für Eintrittsgebühren sowie übliche Tagesnutzungsgebühren bei Einrichtungen des National Park Service, U.S. Forest Service, Bureau of Land Management, U.S. Fish & Wildlife Service und weiteren Bundesbehörden

Was kostet der America the Beautiful Pass für internationale Reisende?

Für Reisende ohne Wohnsitz in den USA kostet der Non-Resident Annual Pass seit 1. Januar 2026 250 US-Dollar. Für US-Staatsbürgerinnen, US-Staatsbürger und dauerhaft in den USA Ansässige liegt der Preis bei 80 US-Dollar.

Für welche Personen und Fahrzeuge gilt der Pass?

Bei Parks mit fahrzeugbezogenem Eintritt gilt der Pass für ein privates, nicht gewerblich genutztes Fahrzeug inklusive aller Insassen oder für zwei Motorräder. An Parks mit Eintritt pro Person deckt er den Passinhaber sowie bis zu drei weitere Erwachsene ab; Kinder unter 16 Jahren haben in diesen Fällen grundsätzlich freien Eintritt.

Wie lange ist der Pass gültig und welche Parks sind eingeschlossen?

Der Jahrespass ist ab dem Kaufdatum bis zum Ende desselben Monats im folgenden Jahr gültig. Er umfasst alle Nationalparks mit Eintrittsgebühr sowie zahlreiche National Monuments, National Forests, Wildlife Refuges und weitere bundesverwaltete Erholungsgebiete; State Parks sind nicht enthalten.

„Für mich sind die USA das Land der unendlichen Möglichkeiten, der spektakulären Landschaften und der Menschen, die einem mit offenen Armen begegnen. Jede Reise dorthin fühlt sich an wie ein eigenes Abenteuer, voller überraschender Begegnungen und Momente, die man nicht plant. Mit Begeisterung teile ich meine besten Insider-Tipps und ganz persönlichen Lieblingsorte, damit auch Ihre USA-Reise zu etwas ganz Besonderem wird.“
Mann mit Bart lächelt in die Kamera, trägt ein helles Hemd und hat kurze Haare.
Pascal Remmy
USA-Experte

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Bewertungen unserer Reisenden

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Sandra Theißen
24 days ago
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Wir hatten eine unvergessliche USA-Reise mit unseren 2 Söhnen an die West- und Ostküste, die von Anfang bis Ende hervorragend organisiert war. Die gesamte Reiseplanung, inklusive der übersichtlichen Begleitung über die Vamoos App, hat wunderbar funktioniert und uns das Reisen sehr angenehm gemacht. Unser ganz besonderer Dank geht an Herr Wiechert, er war während der gesamten Planung und Reise immer unser zuverlässiger Ansprechpartner. Wir haben uns jederzeit bestens beraten und betreut gefühlt. Alles war durchdacht und perfekt aufeinander abgestimmt – besser hätte unsere Reise wirklich nicht organisiert sein können. Wir sind rundum zufrieden, denken sehr gerne an diese besondere Reise zurück und können die Reiseberatung uneingeschränkt weiterempfehlen. Für zukünftige Reisen würden wir uns jederzeit wieder vertrauensvoll an Herrn Wiechert wenden. Vielen Dank für diese wunderschöne und unvergessliche Familienreise! 🇺🇸
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Nina Pfeil-Hüsken
24 days ago
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Silke Raabe
34 days ago
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Verena Franken
34 days ago
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Es war eine wunderschöne, Erlebnisreiche außergewöhnliche Zeit in den USA. Das zweite Mal USA mit perfekter Planung Dank Frau Wolf!!!! Einfach ein Traum und nicht das letzte Mal
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Antje Yeadon
43 days ago
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Marcel Hampl
76 days ago
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Wir sind rundum zufrieden! Unsere USA-Rundreise war perfekt geplant und organisiert. Die Beratung war stets freundlich, kompetent und auf unsere Wünsche abgestimmt. Alles hat reibungslos funktioniert und wir hatten eine unvergessliche Reise. Vielen Dank – absolute Empfehlung!
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Ingoscha Petz
81 days ago
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Silvia Gewiese
88 days ago
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Hat alles zu 100% gepasst.Von Buchung bis zum Urlaub alles perfekt.Immer wieder gerne auch ohne Englisch Kenntnisse kann man die USA bereisen.Da Reisen Experte alles super organisiert hat.Danke dafür nochmal war ein unvergesslicher Urlaub.
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Christin
91 days ago
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Wir haben unsere Rundreise an der Westküste hier gebucht. Ein großes Dankeschön geht dabei an Pascal, der unsere Reise geplant hat. Er ist super auf unserer Wünsche eingegangen und hat viele Tipps für Ausflüge, Wanderungen und Restaurants gegeben.
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Kai
96 days ago
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Alles war perfekt. Viiiiielen Dank New York, Florida es war wunderschön und es lief alles reibungslos. Besser hätte man es nicht planen können. Nochmal vielen Dank Alex... Wir melden uns wenn es auf die linke Seite der schönen USA geht ☺️ lieben Gruß

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Pascal Remmy
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