Great Lakes Rundreise: sieben Städte, fünf Seen, 17 Tage

Fünf Seen, so groß, dass am Ufer kein anderes Ufer zu sehen ist, und dazwischen Städte, die sich neu erfunden haben. Wir nehmen Sie in 17 Tagen von Detroit über Cleveland und Pittsburgh nach Chicago, dann an Michigans Westküste hinauf durch Dünen, Obstplantagen und Weinberge bis zur autofreien Mackinac Island, wo Pferdehufe den Takt vorgeben. Zwischen Motown-Studio und Deep Dish, zwischen Stahlbrücken und Sandbänken liegt ein Amerika, das die meisten Reisenden überspringen. Diese Route haben wir so gelegt, dass jeder Tag ein anderes Gesicht zeigt und die Fahrstrecken kurz genug bleiben, um am Nachmittag noch etwas zu erleben. 

Detroit – Cleveland – Chicago – Indiana Dunes National Park – Traverse City / Sleeping Bear Dunes National Lakeshore – Mackinac Island

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Preis p. P. im DZ ab

2.990,00€

Inkludierte/exkludierte Leistungen

  • 16 Nächte in Mittelklasse Hotels 
  • Langstreckenflug von Deutschland nach Detroit und von Detroit zurück 
  • Mietwagen Kategorie Midsize SUV 
  • Gebühr für 2. Fahrer inklusive 
  • Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt 
  • USA eSIM inkl. 10GB Datenvolumen 
  • Ausführliches Roadbook per App 
  • Great-Lakes-Reiseführer 
  • Fährüberfahrt Mackinaw City nach Mackinac Island und zurück 
  • Persönliche Ausgaben
  • Benzin
  • Trinkgelder
 

Preis inkl. Flug p. P. im DZ ab

2.990,00€

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Karte der Reiseroute: Detroit, Cleveland, Pittsburgh, Columbus, Indianapolis, Springfield, Chicago, Michigan City, Saugatuck, Traverse City, Mackinac Island, Bay City, Ann ArborKANADAWISCONSINILLINOISOHIOINDIANAPENNSYLVANIAWEST VIRGINIAIOWANEW YORKLake MichiganLake HuronLake ErieLake OntarioKANADAWISCONSINILLINOISINDIANAClevelandSaugatuckBay CityAnn ArborDetroitMichigan CityChicagoTraverse CityPittsburghColumbusIndianapolisMackinac IslandSpringfieldClevelandSaugatuckBay CityDetroitChicagoTraverse CityPittsburghColumbusIndianapolisMackinac IslandSpringfieldAnn ArborMichigan City12345678910111213
  • Mietwagen

Straßenverlauf: © OpenStreetMap-Mitwirkende

Ihr Reiseplan

Nach der Landung am Detroit Metropolitan Airport übernehmen Sie Ihren Mietwagen direkt am Terminal. Detroits Höhepunkte liegen weit auseinander, von Dearborn im Westen bis zum Riverfront im Osten, deshalb lohnt sich das Auto vom ersten Tag an. Rund 30 Kilometer sind es bis in die Innenstadt, gut eine halbe Stunde über den Interstate 94, vorbei an Backsteinlagerhallen und den weiten, grasbewachsenen Flächen, die Detroit sich in den mageren Jahren zurückgeholt hat. 

Nach dem Check-in gehört der erste Abend dem Detroit Riverwalk. Der Uferweg zieht sich mehrere Kilometer am Detroit River entlang, das Wasser schiebt sich träge und stahlgrau vorbei, Frachter ziehen ihre Bahnen, und am gegenüberliegenden Ufer liegt Kanada. Es ist eine der wenigen Stellen in den USA, an denen man nach Süden schaut und Kanada sieht. 

Zum Abendessen empfehlen wir Buddy’s Pizza, wo 1946 die Detroit Style Pizza erfunden wurde, quadratisch, im Stahlblech gebacken, mit karamellisiertem Käse an den Rändern. Ein flacher, knuspriger Einstieg in eine Stadt, die sich nichts vormacht. 

Der Morgen führt nach Dearborn, rund 20 Kilometer westlich, ins Henry Ford Museum of American Innovation. Hier steht der Bus, in dem Rosa Parks sitzen blieb, daneben Lokomotiven, Präsidentenlimousinen und die Maschinen, die das 20. Jahrhundert in Serie produziert haben. Wer lieber draußen unterwegs ist, wechselt ins benachbarte Greenfield Village, wo historische Gebäude aus ganz Amerika wieder aufgebaut wurden und Schmiede und Glasbläser bei der Arbeit zu sehen sind. 

Am Nachmittag geht es zurück in die Stadt, ins Motown Museum. Hinter der Fassade eines schmalen Wohnhauses liegt Studio A, ein Raum von der Größe einer Garage, in dem Marvin Gaye, Stevie Wonder und die Supremes ihre Aufnahmen machten. Der Klavierhocker steht noch da, der Teppich ist abgelaufen, und der Sound, der von hier aus in die Welt ging, wird auf einmal sehr klein und sehr fassbar.  

Alternativ lohnt das Detroit Institute of Arts mit dem Rivera Court, wo Diego Riveras Wandbilder die Automobilfertigung als monumentales Fresko zeigen. Den Abend planen wir gerne in Corktown, dem ältesten Viertel der Stadt, mit Barbecue bei Slows Bar BQ. 

272 Kilometer liegen heute vor Ihnen, rund zweieinhalb bis drei Stunden, die meiste Zeit am Südufer des Eriesees entlang. Die Landschaft wird flach und ordentlich, Maisfelder, Windräder, Getreidesilos, dazwischen immer wieder ein Streifen Wasser, der aussieht wie Meer und keines ist. Sie überqueren die Grenze von Michigan nach Ohio, und ab Toledo begleitet Sie der See fast durchgehend zur Linken. 

In Cleveland steht direkt am Wasser die Rock and Roll Hall of Fame, ein Glasdreieck von I. M. Pei, in dem Jimi Hendrix’ Gitarren, handgeschriebene Songtexte und die Bühnenkostüme von fünf Jahrzehnten hängen. Planen Sie zwei bis drei Stunden ein, es ist mehr Archiv als Ausstellung, und genau das macht den Reiz aus. 

Für den Abend empfehlen wir Ohio City, das Viertel westlich des Cuyahoga River. Die Great Lakes Brewing Company braut dort seit den achtziger Jahren in einem alten Backsteinbau, mit dunkler Holzvertäfelung, langer Theke und einer Küche, die mehr kann als Bierbegleitung. 

Bevor Sie Cleveland verlassen, lohnt der West Side Market, eine Markthalle von 1912 mit Kachelwänden und Tonnengewölbe, in der ungarische Wurst, polnische Pierogi und irisches Sodabrot nebeneinander liegen. Wer lieber Kunst als Kohlrouladen mag, geht ins Cleveland Museum of Art, der Eintritt in die Sammlung ist frei.  

Dann geht es 215 Kilometer nach Südosten, gut zwei Stunden, und die Landschaft ändert ihren Charakter. Aus flachem Seeland werden bewaldete Hügel, die Straße hebt und senkt sich, und die letzten Kilometer nach Pittsburgh führen durch einen Tunnel, aus dem Sie herausfahren und die Stadt liegt komplett vor Ihnen, zwischen drei Flüssen eingeklemmt, mit Brücken in Gelb über schwarzem Wasser. 

Am Nachmittag fahren Sie mit der Duquesne Incline hinauf auf den Mount Washington, in einem Holzwaggon von 1877, der sich knarzend den Hang hochzieht. Oben stehen Sie über dem Punkt, an dem Allegheny und Monongahela zum Ohio zusammenlaufen. Zum Abendessen gehört ein Sandwich von Primanti Bros. dazu, mit Pommes und Krautsalat zwischen den Brotscheiben, ursprünglich für Lastwagenfahrer erfunden, die nur eine Hand frei hatten. 

Der Vormittag gehört dem Andy Warhol Museum auf der Nordseite des Allegheny. Sieben Etagen, gefüllt mit Siebdrucken, Filmen und den Zeitkapseln, in denen Warhol seinen Alltag verpackte, von Rechnungen bis zu Konzertkarten. Wer lieber draußen bleibt, schlendert durch den Strip District, wo italienische Feinkosthändler, Fischläden und Kaffeeröster in einer Reihe stehen und es morgens nach frischem Brot und Espresso riecht. 

297 Kilometer und knapp drei Stunden nach Westen liegt Columbus. Die Fahrt führt über die Appalachian Foothills, sanfte, bewaldete Rücken, die sich mit jedem Kilometer weiter absenken, bis die Landschaft in das flache, ordentliche Ohio übergeht. 

In Columbus beziehen Sie Quartier und laufen am späten Nachmittag durch German Village, ein Viertel aus dem 19. Jahrhundert mit Backsteinhäusern, schmiedeeisernen Zäunen und Straßen aus Kopfstein, angelegt von deutschen Einwanderern. Zum Abendessen empfehlen wir Schmidt’s Sausage Haus mitten im Viertel, wo seit Generationen Bratwurst serviert wird und zum Nachtisch faustgroße Windbeutel. 

Starten Sie am North Market in der Innenstadt von Columbus, einer Markthalle mit über 30 unabhängigen Ständen, von vietnamesischen Nudelsuppen bis zu Eis mit Rosmarin. Wer es grüner mag, fährt zwei Meilen nach Osten in das Franklin Park Conservatory, ein viktorianisches Glashaus mit Palmenhalle, Wüstenraum und Schmetterlingen. 

280 Kilometer, etwa zweidreiviertel Stunden, führen nach Westen über die Staatsgrenze nach Indiana. Die Interstate 70 zieht schnurgerade durch Sojafelder, dazwischen Silos und Scheunen in verwaschenem Rot. 

In Indianapolis wartet das Indianapolis Motor Speedway Museum, 2025 nach einem umfassenden Umbau wiedereröffnet. Zwischen Siegerwagen und Motoren steht die Geschichte der Indy 500, und mit der Kiss the Bricks Tour geht es im Bus eine Runde über den 2,5 Meilen langen Oval bis zum Ziegelstreifen an der Start-Ziel-Linie. Am Abend gehört Indianapolis dem Fleisch: St. Elmo Steak House serviert seit 1902 einen Shrimp Cocktail, dessen Meerrettichsauce Ihnen die Tränen in die Augen treibt, bevor das Steak überhaupt kommt. 

Bevor Sie aufbrechen, lohnt ein Gang durch den White River State Park mit dem Canal Walk, einem alten Kanal mitten in der Innenstadt, an dem morgens Läufer und Tretboote unterwegs sind. Wer Kunst und Gärten vorzieht, fährt nach Newfields, einem 152 Hektar großen Campus mit Museum, Skulpturenpark und historischen Häusern. 

338 Kilometer nach Westen, gut drei Stunden, bringen Sie nach Springfield in Illinois. Unterwegs wird das Land immer weiter, der Himmel immer größer, und irgendwann steht nichts mehr zwischen Ihnen und dem Horizont außer Mais. 

Springfield ist Lincoln-Stadt. Die Lincoln Home National Historic Site bewahrt das einzige Haus, das Abraham Lincoln je besaß, dazu vier Straßenzüge des alten Viertels drumherum, mit Holzgehsteigen und Zäunen in Ochsenblutrot. Die Führungen sind kostenlos, die Tickets holen Sie am Visitor Center. 

Für den Abend hat Springfield eine Institution: das Cozy Dog Drive In, wo seit 1946 der Corn Dog am Stiel serviert wird, nach dem Originalrezept von Ed Waldmire.

Der Morgen gehört wahlweise dem Abraham Lincoln Presidential Library and Museum, das mit lebensgroßen Szenen und Originaldokumenten arbeitet, oder dem Lincoln Tomb auf dem Oak Ridge Cemetery, einem Obelisken aus Granit, unter dem Lincoln, seine Frau und drei seiner Söhne liegen. Der Eintritt ist frei. 

323 Kilometer, rund drei Stunden nach Norden, und dann passiert etwas, das man auf dieser Route nur einmal erlebt: Nach Stunden flacher Felder taucht am Horizont eine Skyline auf, erst als Zacken im Dunst, dann als Wand aus Glas und Stahl. Chicago kündigt sich lange an, bevor man es erreicht. 

Den ersten Abend planen wir gerne im Millennium Park, wo die polierte Edelstahlbohne Cloud Gate die gesamte Skyline verzerrt in ihrer Oberfläche sammelt und Kinder darunter herlaufen, um sich selbst kopfüber zu sehen. Danach eine Deep Dish Pizza bei Lou Malnati’s, tief wie ein Auflauf, mit einer Kruste, die nach Butter schmeckt, und einer Schicht Tomaten obenauf. 

Heute legen Sie ab. Die Architektur-Flussfahrt des Chicago Architecture Center startet am Riverwalk mitten in der Stadt. Neunzig Minuten treiben Sie auf dem Chicago River zwischen den Türmen hindurch, während ein Guide erklärt, warum diese Stadt nach dem Großen Brand von 1871 zum Labor der modernen Hochhausarchitektur wurde. Vom Wasser aus wirken die Fassaden anders, näher, steiler, und die Brücken klappen über Ihnen zusammen wie Deckel. 

Am Nachmittag haben Sie die Wahl. Das Art Institute of Chicago hängt voll mit Hopper, Seurat und einer der stärksten Impressionisten-Sammlungen außerhalb Frankreichs. Oder Sie fahren in den 103. Stock des Willis Tower auf den Skydeck und treten auf The Ledge hinaus, einen Glasbalkon, der gut anderthalb Meter über die Fassade hinausragt, mit 412 Metern Luft unter den Sohlen. 

Den Abend legen wir Ihnen im Blues ans Herz. Im Kingston Mines in Lincoln Park spielen auf zwei Bühnen abwechselnd Bands bis tief in die Nacht, damit nie Stille entsteht. Der Raum ist eng, laut und verraucht vom Grill, und genau so soll es sein. 

Heute ist die kürzeste Etappe der Reise: 95 Kilometer, gut eine Stunde. Nutzen Sie die gewonnene Zeit für einen Zwischenstopp im Indiana Dunes National Park, der sich am Südufer des Michigansees hinzieht. Hinter den Industrieschloten von Gary öffnet sich unvermittelt eine Dünenlandschaft mit über 80 Kilometern Wanderwegen, Sandhügeln, Eichenwäldern und Strand, an dem die Skyline von Chicago bei klarer Luft als feine Silhouette am Horizont steht. 

In Michigan City selbst geht es gemächlicher zu. Im Washington Park am Hafen steht das alte Leuchtturmgebäude, in dem heute das Old Lighthouse Museum untergebracht ist, mit Schiffbruchgeschichten, Fresnel-Linsen und dem Ehrenposten von Harriet Colfax, die den Turm über 40 Jahre lang betreute. Geöffnet ist mittwochs bis sonntags am Nachmittag. 

Zum Abendessen empfehlen wir Fiddlehead in der Franklin Street, wo Steaks, Burger und Fisch aus der Region auf den Tisch kommen.  

134 Kilometer, rund eineinviertel Stunden, führen heute um die Südspitze des Michigansees herum und dann nach Norden. Sie verlassen Indiana, streifen die Ausläufer von Benton Harbor und fahren in Michigans Obstgürtel hinein, wo Blaubeerfelder und Apfelplantagen bis dicht an die Straße reichen und im Spätsommer die Farmstände am Straßenrand offen haben. 

Saugatuck liegt an der Mündung des Kalamazoo River, ein Ort aus Holzhäusern, Galerien und Bootsstegen. Über den Fluss setzt die Kettenfähre Diane über, die letzte handgekurbelte Kettenfähre der USA, ein Fährmann zieht sie an einer Kette vom einen Ufer zum anderen. Drüben führt eine Holztreppe den Mount Baldhead hinauf, eine bewaldete Wanderdüne, von deren Kuppe der Blick über den See geht. 

Weiter unten wartet Oval Beach, ein breiter Sandstrand mit Dünengras im Rücken, an dem die Sonne im Michigansee versinkt, weil hier tatsächlich Westen ist. Zum Abendessen fahren Sie die zwei Kilometer nach Douglas ins Everyday People Cafe in der Center Street. 

289 Kilometer und knapp drei Stunden nach Norden. Die Küstenstraße US-31 begleitet den Michigansee in weiten Bögen, mal mit Blick auf das Wasser, mal durch dichte Kiefernwälder, in denen die Luft harzig und kühl ist. Ab Ludington wird das Land hügeliger, die Ortschaften kleiner, die Abstände zwischen Tankstellen größer. 

Traverse City liegt am Kopf der Grand Traverse Bay, einer schmalen, tiefblauen Bucht, die sich weit ins Land schiebt. Die Stadt ist das Zentrum von Michigans Kirschanbau, im Umland stehen die Obstgärten in Reihen bis an den Wasserrand. Am späten Nachmittag lohnt ein Spaziergang über die Front Street mit ihren Läden und Röstereien oder ein Sprung in die Bucht am Clinch Park Beach. 

Zum Abendessen empfehlen wir Trattoria Stella in den Grand Traverse Commons, einer ehemaligen Heilanstalt aus dem 19. Jahrhundert, deren Backsteinbauten heute Restaurants, Weinbars und Läden beherbergen. Das Restaurant liegt im Gewölbekeller, mit rohen Ziegelwänden und einer Karte aus regionalen Zutaten.  

Vor der Weiterfahrt bleibt Zeit für die Old Mission Peninsula, eine schmale Landzunge, die die Grand Traverse Bay in zwei Arme teilt. Auf dem Old Mission Peninsula Wine Trail reihen sich zehn Weingüter auf dem Höhenrücken, mit Blick über Reben und Wasser zugleich. Riesling und Pinot Grigio gedeihen hier, weil der See die Temperaturen puffert. Wer lieber Sand unter den Füßen hat, nimmt stattdessen den Abstecher zum Sleeping Bear Dunes National Lakeshore und fährt den Pierce Stocking Scenic Drive, eine knapp zwölf Kilometer lange Schleife zu Aussichtspunkten, an denen die Steilküste 140 Meter fast senkrecht in den See abfällt. 

Am Mittag brechen Sie auf, 188 Kilometer und gut zwei Stunden nach Norden. In Mackinaw City steht die Mackinac Bridge über der Meerenge, eine Hängebrücke von 1957, deren Türme an klaren Tagen von weit her zu sehen sind. Direkt darunter liegen Colonial Michilimackinac, ein rekonstruiertes Pelzhandelsfort aus dem 18. Jahrhundert, und das Old Mackinac Point Lighthouse mit seinem roten Ziegelturm. 

Ihren Mietwagen lassen Sie in Mackinaw City stehen, denn auf Mackinac Island sind Autos seit über hundert Jahren verboten. Auf dem bewachten Parkplatz von Shepler’s am Fährhafen stellen Sie den Wagen für zwei Nächte ab, das Gepäck wird am Dock etikettiert und zum Inselhotel gebracht. Rechnen Sie mit rund einer Stunde für Check-in, Gepäckabgabe und Überfahrt. Auf der Insel empfängt Sie kein Motorenlärm, sondern Hufschlag auf Asphalt.  

Auf Mackinac Island fahren Pferdekutschen, Fahrräder und sonst nichts. Die Ringstraße führt einmal komplett um die Insel, direkt am Wasser entlang, ohne eine einzige Steigung, und lässt sich in gut anderthalb Stunden mit dem Leihrad umrunden. Unterwegs liegen Kiesbuchten, in denen das Wasser über hellem Kalkstein türkis wird, und der Arch Rock, ein natürlicher Kalksteinbogen, der 45 Meter über dem Ufer hängt. 

Über dem Hafen thront Fort Mackinac mit weiß gekalkten Mauern, vierzehn Originalgebäuden und Salutschüssen aus Kanonen, die über die Meerenge hallen. Von der Terrasse aus sehen Sie die Fähren im Hafen anlegen und dahinter die Brücke. 

An der Main Street reiht sich eine Fudge-Manufaktur an die nächste, Original Murdick’s Fudge macht das seit 1887 auf Marmorplatten im Schaufenster, und der Zuckergeruch liegt über der ganzen Straße. Für den späten Nachmittag empfehlen wir einen Gang über die lange Veranda des Grand Hotel mit Blick über den Rasen auf die Meerenge, und zum Abendessen die Terrasse des Pink Pony direkt am Hafen.  

Mit der Morgenfähre setzen Sie zurück nach Mackinaw City über, wieder rund eine Stunde inklusive Gepäck und Check-in. Wenn Sie gestern keine Zeit dafür hatten, holen Sie jetzt das Fort oder den Leuchtturm unter der Brücke nach, beide liegen wenige Gehminuten vom Fährhafen entfernt. 

Dann geht es 291 Kilometer nach Süden, gut zweieinhalb Stunden, den Interstate 75 hinunter durch die Wälder des nördlichen Michigan. Die Kiefern stehen dicht bis an die Fahrbahn, und je weiter Sie kommen, desto häufiger öffnen sich Felder und Seen zwischen den Bäumen. 

Bay City liegt am Saginaw River, kurz bevor er in die Saginaw Bay mündet. Die Stadt lebte einst vom Holz, was man an den Kaufmannsvillen der Center Avenue noch sieht, breite Veranden, Türmchen, tiefe Vorgärten. Zum Abendessen empfehlen wir das Old City Hall Restaurant im alten Rathaus in der Innenstadt.  

Wenige Minuten nördlich der Stadt liegt der Bay City State Park am Ufer der Saginaw Bay. Hier erstreckt sich eines der größten Süßwasser-Küstenfeuchtgebiete der Großen Seen, mit Schilfgürteln, Bohlenwegen und einem Sandstrand, an dem sich im Spätsommer Zugvögel sammeln. 

154 Kilometer und knapp anderthalb Stunden nach Süden bringen Sie nach Ann Arbor. Die Universitätsstadt hat eine Innenstadt, die sich zu Fuß erschließt, mit Buchläden, Cafés und dem Markt in Kerrytown, wo Bauern aus dem Umland ihre Stände aufbauen. 

Das University of Michigan Museum of Art hat freien Eintritt und eine überraschend breite Sammlung von asiatischer Keramik bis zur amerikanischen Moderne. Wer Grün vorzieht, geht ins Nichols Arboretum, ein hügeliges Waldgelände am Huron River, in dem im Herbst die Ahornbäume das Licht orange färben. Mittags oder abends führt in Ann Arbor kein Weg an Zingerman’s Delicatessen vorbei, seit 1982 eine Institution, mit Sandwiches, die man mit zwei Händen halten muss. 

Der letzte Morgen gehört noch einmal Ann Arbor. Je nach Abflugzeit bleibt Zeit für einen Kaffee in Kerrytown oder einen Gang über den Campus der University of Michigan, wo die Backsteinquader zwischen alten Bäumen stehen und der Tag mit Fahrradklingeln beginnt. 

Rund 40 Kilometer sind es dann zum Detroit Metropolitan Airport, je nach Verkehr etwa 45 Minuten über den Interstate 94. Sie geben den Mietwagen am Terminal zurück, und über den Großen Seen, die Sie in den vergangenen zweieinhalb Wochen von fast allen Seiten gesehen haben, geht es zurück nach Deutschland. 

Wunschleistungen

  • Aufpreis Premium Economy Class Flüge: ab 720 € p. P.
  • Rail & Fly ab/bis Frankfurt in der 2. Klasse inkl. ICE Nutzung: 110 € p. P.
  • America The Beautiful Pass 250,- USD

FAQ

Welche Bundesstaaten gehören zu den Great Lakes?

Rund um die Großen Seen liegen unter anderem Illinois, Michigan, Minnesota, Wisconsin, Ohio, Pennsylvania und New York. Für uns ist die Region besonders spannend, weil sich Großstädte, ruhige Küstenorte und viel Natur auf einer Reise verbinden lassen.

Wann sollte ich die Great Lakes besuchen?

Für Badeurlaub, Roadtrips und Outdoor-Aktivitäten empfehlen wir Juni bis September. Besonders reizvoll finden wir auch den Herbst, wenn sich die Wälder in Michigan, Wisconsin und Minnesota in kräftige Rot- und Goldtöne verwandeln.

Was kann ich an den Great Lakes unternehmen?

An den Great Lakes lassen sich entspannte Strandtage wunderbar mit Wanderungen, Kajaktouren und Panoramafahrten verbinden. Für uns sind gerade die kleinen Küstenorte und Naturstrände ein echtes Highlight, auch wenn das Wasser selbst im Sommer oft kühl bleibt.

Welche Nationalparks liegen in der Region?

Isle Royale in Michigan und Indiana Dunes am Lake Michigan sind zwei besonders schöne Schutzgebiete der Region. Für Isle Royale empfehlen wir eine frühe Planung, da die Insel nur per Fähre oder Wasserflugzeug erreicht wird.

Welche Städte kann ich mit den Great Lakes verbinden?

Chicago, Detroit, Cleveland und Milwaukee passen hervorragend zu einer Great-Lakes-Rundreise. Wir mögen besonders die Kombination aus Chicagos Architektur, entspannten Seetagen in Michigan und kulinarischen Stopps in Milwaukee.

„Was mich an den USA immer wieder begeistert, sind die Momente, die man nicht kaufen kann. Ein Sonnenuntergang in den Rocky Mountains, bei dem die Gipfel in Orange und Rot glühen. Eine Begegnung mit Einheimischen in einem kleinen Diner in Colorado, die einen so herzlich empfangen, als würde man sich seit Jahren kennen. Oder der erste Blick auf die kalifornische Küste, wo die Klippen ins Meer fallen und man einfach stehen bleibt. Diese Erlebnisse sind es, für die ich in die USA fahre. Immer wieder.“
Porträt eines Mannes mit kurzem, dunklem Haar und einem blauen Hemd, der lächelt und die Arme verschränkt.
Thomas Wiechert
USA-Experte

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Bewertungen unserer Reisenden

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Vera Frick
4 days ago
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Super Organisation durch das Team, es hat alles geklappt und war super schön.
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Sandra Theißen
40 days ago
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Wir hatten eine unvergessliche USA-Reise mit unseren 2 Söhnen an die West- und Ostküste, die von Anfang bis Ende hervorragend organisiert war. Die gesamte Reiseplanung, inklusive der übersichtlichen Begleitung über die Vamoos App, hat wunderbar funktioniert und uns das Reisen sehr angenehm gemacht. Unser ganz besonderer Dank geht an Herr Wiechert, er war während der gesamten Planung und Reise immer unser zuverlässiger Ansprechpartner. Wir haben uns jederzeit bestens beraten und betreut gefühlt. Alles war durchdacht und perfekt aufeinander abgestimmt – besser hätte unsere Reise wirklich nicht organisiert sein können. Wir sind rundum zufrieden, denken sehr gerne an diese besondere Reise zurück und können die Reiseberatung uneingeschränkt weiterempfehlen. Für zukünftige Reisen würden wir uns jederzeit wieder vertrauensvoll an Herrn Wiechert wenden. Vielen Dank für diese wunderschöne und unvergessliche Familienreise! 🇺🇸
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Nina Pfeil-Hüsken
40 days ago
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Silke Raabe
50 days ago
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Wir waren mit der Reiseplanung von USA-Reisen Experte sehr zufrieden. Es wurden tolle Unterkünfte für uns gebucht, ein Inlandsflug sowie das Mietauto. Besonders begeistert waren wir von der Vamoos-App, in der wir immer über die aktuelle Reiseroute ect. im Bilde waren. Bei Fragen konnten wir uns jederzeit an die USA-Reisen-Experten wenden! Einfach top und auf jeden Fall weiterzuempfehlen 👍
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Verena Franken
50 days ago
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Es war eine wunderschöne, Erlebnisreiche außergewöhnliche Zeit in den USA. Das zweite Mal USA mit perfekter Planung Dank Frau Wolf!!!! Einfach ein Traum und nicht das letzte Mal
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Antje Yeadon
59 days ago
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Marcel Hampl
92 days ago
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Wir sind rundum zufrieden! Unsere USA-Rundreise war perfekt geplant und organisiert. Die Beratung war stets freundlich, kompetent und auf unsere Wünsche abgestimmt. Alles hat reibungslos funktioniert und wir hatten eine unvergessliche Reise. Vielen Dank – absolute Empfehlung!
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Ingoscha Petz
97 days ago
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Silvia Gewiese
104 days ago
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Hat alles zu 100% gepasst.Von Buchung bis zum Urlaub alles perfekt.Immer wieder gerne auch ohne Englisch Kenntnisse kann man die USA bereisen.Da Reisen Experte alles super organisiert hat.Danke dafür nochmal war ein unvergesslicher Urlaub.
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Christin
106 days ago
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Wir haben unsere Rundreise an der Westküste hier gebucht. Ein großes Dankeschön geht dabei an Pascal, der unsere Reise geplant hat. Er ist super auf unserer Wünsche eingegangen und hat viele Tipps für Ausflüge, Wanderungen und Restaurants gegeben.

Ihre Reise im Überblick

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Region

„Was mich an den USA immer wieder begeistert, sind die Momente, die man nicht kaufen kann. Ein Sonnenuntergang in den Rocky Mountains, bei dem die Gipfel in Orange und Rot glühen. Eine Begegnung mit Einheimischen in einem kleinen Diner in Colorado, die einen so herzlich empfangen, als würde man sich seit Jahren kennen. Oder der erste Blick auf die kalifornische Küste, wo die Klippen ins Meer fallen und man einfach stehen bleibt. Diese Erlebnisse sind es, für die ich in die USA fahre. Immer wieder.“
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Thomas Wiechert
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