Cape Cod oder die Hamptons: Welche Küste passt zu Ihnen?
Das Wichtigste in Kürze:
- Cape Cod liegt rund 113 Kilometer südlich von Boston, die Hamptons liegen auf der Südgabel von Long Island östlich von Manhattan, mindestens 90 Minuten Fahrt entfernt.
- Die Cape Cod National Seashore schützt rund 64 Kilometer Sandstrand, der Eintritt kostet 25 US-Dollar pro Auto (Stand: September 2026).
- In den Hamptons sind viele Strandparkplätze Anwohnern vorbehalten, Tagesgäste zahlen etwa am Main Beach in East Hampton 50 Dollar, am Cooper’s Beach in Southampton 55 Dollar (Stand: September 2026).
- Martha’s Vineyard erreichen Sie ab Woods Hole in 45 Minuten, Nantucket ab Hyannis in einer Stunde mit der Schnellfähre.
- Beide Ziele lassen sich über die Fähre Orient Point nach New London zu einer Ostküsten Rundreise verbinden.
Inhalt dieses Artikels
Cape Cod ist die bessere Wahl, wenn Sie Dünen, Nationalpark-Strände und Walbeobachtung suchen, die Hamptons in New York passen, wenn Sie Dorfgalerien, Weingüter und einen Hauch Manhattan am Meer erleben möchten. Der Unterschied beginnt schon am Strand: Am Cape zahlen Sie an den Nationalpark-Stränden 25 US-Dollar pro Auto, in den Hamptons parken Nicht-Anwohner an vielen Stränden gar nicht oder nur für 50 bis 55 Dollar am Tag. Beide Küsten liegen nur wenige Autostunden auseinander, und wer klug plant, muss sich am Ende vielleicht gar nicht entscheiden.
Wie unterscheiden sich Cape Cod und die Hamptons?
Cape Cod ist eine Landschaft, die Hamptons sind eine Gesellschaft: Das ist die kürzeste Antwort, die wir in der Beratung auf diese Frage geben. Auf dem Cape bestimmen Wind, Wanderdünen und Fischerhäfen den Tag, in den Hamptons stehen hinter hohen Ligusterhecken Sommerhäuser, deren Besitzer unter der Woche in Manhattan arbeiten. Beide Küsten haben weiße Sandstrände und Hummer auf der Karte, doch sie fühlen sich an wie zwei verschiedene Länder, die zufällig am selben Ozean liegen.
| Cape Cod | Die Hamptons | |
| Lage | Halbinsel in Massachusetts, rund 113 km südlich von Boston | Südgabel von Long Island, Bundesstaat New York |
| Nächster Flughafen für Ihre Anreise | Boston | New York |
| Atmosphäre | Naturnah, maritim, Fischerdörfer, Künstlerszene in Provincetown | Elegant, gesellig, Galerien, Boutiquen, Weingüter |
| Strände | 6 Nationalpark-Strände, 25 USD pro Auto | Viele Anwohnerstrände, Tagesparken 50 bis 55 USD, wo überhaupt erlaubt |
| Natur-Highlights | Dünen, Walbeobachtung, Radweg, Cranberry-Moore | Montauk Point mit Leuchtturm, Ozeanstrände |
| Inseln in Reichweite | Martha’s Vineyard, Nantucket | Shelter Island, North Fork mit Weingütern |
| Ohne Auto machbar? | Teilweise, CapeFLYER-Zug am Wochenende, Fähren | Teilweise, Bus und Bahn ab Manhattan |
| Für wen | Naturliebhaber, Familien, Radfahrer | Genießer, Paare, New-York-Reisende mit Stil |
Preise Stand: September 2026
Cape Cod: Was sind die schönsten Sehenswürdigkeiten?

Die wichtigste Sehenswürdigkeit auf Cape Cod ist die Küste selbst, genauer die Cape Cod National Seashore, die Präsident Kennedy am 7. August 1961 per Gesetz unter Schutz stellte. Rund 64 Kilometer Sandstrand gehören heute dazu, außerdem Salzwiesen, Süßwasserteiche, Leuchttürme und wilde Cranberry-Moore. Henry David Thoreau wanderte im 19. Jahrhundert diesen „Great Outer Beach“ entlang, und wer heute bei auflandigem Wind am Marconi Beach steht, während der Sand über die Kante der Steilküste rieselt, versteht, warum er darüber ein ganzes Buch schrieb. Die sechs Badestrände des Nationalparks sind Coast Guard und Nauset Light in Eastham, Marconi in Wellfleet, Head of the Meadow in Truro sowie Race Point und Herring Cove in Provincetown, und von Ende Juni bis zum Labor Day sitzen dort Rettungsschwimmer*innen auf ihren Hochsitzen.
Ganz an der Spitze des Cape liegt Provincetown, wo die Mayflower-Pilger 1620 zum ersten Mal Land betraten und im Hafen den Mayflower Compact unterzeichneten. Das Pilgrim Monument erinnert daran, ein Granitturm von 77 Metern, dessen Aussichtsplattform Sie über 116 Stufen und 60 Rampen erreichen. Heute ist Provincetown eine bunte Künstlerstadt, deren Commercial Street an Sommerabenden eher Flaniermeile als Straße ist.
Von Provincetown und Hyannis aus starten im Sommer täglich die Boote zur Walbeobachtung über der Stellwagen Bank, einem Meeresschutzgebiet, in dem vor allem Buckelwale zuverlässig auftauchen. Die meisten Anbieter fahren von Anfang Mai bis Ende Oktober.
Wer lieber aus eigener Kraft unterwegs ist, nimmt den Cape Cod Rail Trail, einen asphaltierten Radweg auf einer alten Bahntrasse, der auf rund 40 Kilometern durch sechs Gemeinden führt und an Teichen, Salzwiesen und Eisdielen vorbeikommt. Weitere Cape Cod Sehenswürdigkeiten, die wir gern in eine Route einbauen: Chatham mit seinem Fischereihafen und Leuchtturm, und Sandwich, der älteste Ort des Cape, besiedelt 1637.
Für wen: Naturmenschen, Familien mit Kindern, die gern im Sand buddeln, und alle, die Fahrrad und Fischbrötchen einem Dresscode vorziehen.
USA-Experten-Tipp: Die Strandpässe der National Seashore gibt es nur direkt an den Strandeinfahrten, nicht in den Besucherzentren, und bezahlt wird ausschließlich mit Karte. Wer mehrere Strandtage plant, sollte den Jahrespass für 60 US-Dollar gegen die 25 Dollar pro Einfahrt rechnen (Stand: September 2026, NPS).
Lohnt sich ein Ausflug nach Martha’s Vineyard oder Nantucket?
Ja, beide Inseln lohnen sich, doch sie verlangen unterschiedlich viel Zeit: Martha’s Vineyard ist ab Woods Hole in 45 Minuten erreichbar und eignet sich als Tagesausflug, Nantucket liegt mit der Schnellfähre eine Stunde, mit der normalen Fähre zwei Stunden und 15 Minuten vor Hyannis. Die einfache Überfahrt kostet für Erwachsene 11 Dollar nach Martha’s Vineyard, nach Nantucket 21,50 Dollar mit der konventionellen und 48,50 Dollar mit der Schnellfähre (Stand: September 2026).
Martha’s Vineyard liegt rund elf Kilometer vor der Küste und besteht aus sechs Gemeinden mit sehr eigenem Charakter. In Oak Bluffs dreht sich das älteste Plattform-Karussell der USA, in Edgartown säumen weiße Kapitänshäuser aus der Walfangzeit die Straßen, und ganz im Westen leuchten bei Aquinnah die Klippen aus rotem Ton unter dem Gay Head Lighthouse. Nantucket ist leiser und feiner: Das Kopfsteinpflaster der Main Street rumpelt unter den Fahrradreifen, links und rechts stehen Häuser im Greek-Revival-Stil, und ein Netz aus Radwegen führt zu den Leuchttürmen der Insel.
Wir empfehlen für eine Nantucket Tagestour die frühe Schnellfähre, weil die langsame Fähre hin und zurück allein viereinhalb Stunden des Tages frisst. Ein Martha’s Vineyard Ausflug klappt dagegen gut mit der günstigen Fähre und einem Leihrad, denn Autoplätze auf den Fähren sind im Sommer teuer und schnell vergeben.
Hamptons, New York: Wo Manhattan Sommerferien macht

Die Hamptons sind eine Kette von Dörfern auf der Südgabel von Long Island, der schmalen Insel, die sich von Manhattan aus rund 190 Kilometer weit in den Atlantik schiebt. Westhampton Beach, Southampton, Bridgehampton, East Hampton, Sag Harbor und ganz am Ende Montauk reihen sich entlang der Küstenstraße, und jedes Dorf hat seinen eigenen Takt: In Southampton rauscht der Ozean an den Cooper’s Beach, in East Hampton reihen sich Galerien und Feinkostläden um den Dorfanger, in Sag Harbor schaukeln Segelyachten im Hafen.
Seit dem Gilded Age bauen sich reiche New Yorker hier ihre Sommerhäuser, weshalb Villen hinter Hecken, Hummerboote im Hafen und Gasthäuser aus dem 18. Jahrhundert oft nur wenige hundert Meter auseinanderliegen. In Sag Harbor erzählt das Whaling and Historical Museum im Haus des Walfangreeders Benjamin Huntting, gebaut 1845, von der Zeit, als hier Walfänger statt Motorboote vor Anker lagen.
Am östlichen Ende wird es rauer. In Montauk steht der Montauk Point Lighthouse, den der Kongress unter George Washington 1792 genehmigte und der im November 1796 fertig wurde: Er ist der älteste Leuchtturm im Bundesstaat New York. Die Klippe unter ihm bröckelte so stark, dass sie inzwischen mit Steinblöcken von zehn bis zwanzig Tonnen gesichert ist.
Nördlich der Hamptons liegt die North Fork, die ruhigere Schwester, mit mehr als 80 Weingütern und Farmständen am Straßenrand. Wer die Hamptons mit einem Nachmittag im Weinberg ergänzt, erlebt Long Island von seiner entspanntesten Seite.
Für wen: Paare, Genießer, Galeriegänger und alle, die ihren New-York-Aufenthalt um ein paar Tage Meer verlängern möchten.
Was ist teurer, Cape Cod oder die Hamptons?

In der Regel sind die Hamptons teurer, und das zeigt sich am deutlichsten dort, wo man es am wenigsten erwartet: am Strand. Die meisten Hamptons-Strände gehören den Gemeinden und sind in erster Linie für Anwohner mit Parkplakette gedacht. Nicht-Anwohner zahlen für eine Saisonplakette der Town of Southampton 500 bis 525 Dollar pro Auto, im Village East Hampton sogar 750 Dollar.
Für Urlauber interessant sind nur die Tagestickets, und die sind knapp. Am Main Beach und am Two Mile Hollow Beach in East Hampton kostet der Tag 50 Dollar, verlässlich allerdings nur von Montag bis Donnerstag, denn am Wochenende entscheidet der Strandmanager, ob überhaupt Tagesgäste parken dürfen. Am Cooper’s Beach in Southampton Village zahlen Sie 55 Dollar pro Tag, erhältlich vom 20. Juni bis 7. September. Die Town of Southampton verkauft Tagesparken per Passport-App an acht Stränden, darunter Flying Point, Mecox und Sagg Main, nennt den Preis auf ihrer Seite aber nicht. Zum Vergleich: An der Cape Cod National Seashore zahlen Sie 25 Dollar pro Auto und müssen nicht darauf hoffen, dass ein Parkplatz für Auswärtige frei bleibt (alle Preise Stand: September 2026).
Bei Hotels und Ferienhäusern gilt die gleiche Richtung, doch die Preise schwanken so stark nach Woche und Lage, dass wir hier bewusst keine Zahlen nennen.
Wie kommen Sie hin, mit und ohne Mietwagen?
Für Cape Cod ist Boston das Tor, für die Hamptons New York, und in beiden Fällen ist der Mietwagen die flexibelste Lösung. Nach Cape Cod fahren Sie ab Boston rund 113 Kilometer, und im Sommer fährt zusätzlich der CapeFLYER: ein Zug von Boston South Station nach Hyannis, freitags, samstags und sonntags zwischen Memorial Day und Labor Day, mit eigenem Fahrradwagen. Hin und zurück kostet er 40 Dollar, Kinder bis elf Jahre fahren mit einem zahlenden Erwachsenen kostenlos (MBTA, Stand: September 2026).
In die Hamptons sind es ab Manhattan mindestens 90 Minuten mit dem Auto, an Sommerfreitagen auf dem Long Island Expressway meist deutlich mehr. Ohne Auto bringt Sie der Hampton Jitney, ein Reisebus mit mehreren Haltestellen in Manhattan, bis nach Montauk, und die Long Island Rail Road fährt im Sommer freitags den Expresszug „Cannonball“ von Penn Station bis Montauk mit Halt in Westhampton, Southampton, Bridgehampton und East Hampton (MTA).
Wenn Sie die Hamptons nur für einen Tag besuchen möchten, finden Sie die passende Planung in unserem Artikel über Tagesausflüge ab New York. Für einen echten Strandurlaub raten wir zu mindestens zwei Nächten, weil die Anreise sonst mehr Zeit kostet als der Strand hergibt.
Welches Ziel passt zu Familien, Paaren und Genießern?
Für Familien ist Cape Cod fast immer die bessere Wahl, für Paare mit Sinn für Kulinarik und Kunst oft die Hamptons. In der Beratung fragen uns Familien am häufigsten nach Stränden mit Rettungsschwimmern und kurzen Wegen, und da punktet das Cape mit den bewachten Nationalpark-Stränden, dem flachen Rail Trail für Kinderräder und einer Walbeobachtung, von der die Kleinen noch Wochen später erzählen.
Reisen Sie abenteuerlustig und mit mittlerem Budget, passt das Cape ebenfalls besser: Dünenwanderungen, Radtouren und ein Tag auf Martha’s Vineyard kosten wenig und füllen die Tage mit Erlebnissen. Reisen Sie als Paar und schätzen Sie gutes Essen, Galerien und ein Glas Wein am Nachmittag, dann sind die Hamptons mit der North Fork die stimmigere Kulisse. Und wer beides will, verbindet die Küsten einfach.
Lassen sich Cape Cod und die Hamptons verbinden?
Ja, und zwar eleganter, als der Blick auf die Landkarte vermuten lässt: Von Orient Point an der Spitze der North Fork fährt die Cross Sound Ferry in 80 Minuten nach New London in Connecticut, die Schnellfähre für Fußgänger braucht 40 Minuten (CTvisit). So sparen Sie sich den Umweg zurück durch New York und fahren von den Hamptons über die Weingüter der North Fork aufs Schiff und weiter Richtung Cape Cod.
Wir bauen diese Verbindung gern in eine Ostküsten Rundreise ein, etwa mit New York am Anfang, einigen Tagen in den Hamptons, der Fährpassage über den Long Island Sound, Cape Cod mit einem Inseltag und Boston zum Abschluss. Wer so reist, muss die Frage „Cape Cod oder Hamptons“ gar nicht beantworten.
Ihr Strandurlaub an der Ostküste, persönlich geplant
Ob Dünen oder Dorfanger: Die richtige Küste hängt davon ab, wie Sie reisen, mit wem und in welcher Woche. Wir kennen die Fährzeiten, die Engpässe der Hochsaison und die Unterkünfte, bei denen der Strand wirklich um die Ecke liegt, und planen daraus Ihre Route.
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Häufig gestellte Fragen
Die Hamptons sind meist teurer. Besonders deutlich wird das beim Strandparken: Tagesgäste zahlen in East Hampton 50 und in Southampton 55 US-Dollar pro Tag, sofern überhaupt Plätze für Auswärtige frei sind. An den Nationalpark-Stränden von Cape Cod kostet ein Auto 25 Dollar (Stand: September 2026).
Cape Cod eignet sich für Familien meist besser. Die sechs Strände der National Seashore sind von Ende Juni bis Labor Day bewacht, der Cape Cod Rail Trail ist flach und asphaltiert, und Walbeobachtungen starten im Sommer täglich ab Provincetown und Hyannis.
Die Hamptons liegen im Bundesstaat New York auf der Südgabel von Long Island, östlich von Manhattan. Zu ihnen zählen unter anderem Westhampton Beach, Southampton, Bridgehampton, East Hampton und Sag Harbor, am östlichen Ende liegt Montauk. Mit dem Auto sind es ab Manhattan mindestens 90 Minuten.
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