Blue Ridge Roadtrip: Bergstraßen, Bluegrass und Südstaaten
Diese Route beginnt zwischen Marmorfassaden und endet dort, wo die Luft nach warmem Asphalt und Pfirsich riecht. Von Washington aus fahren Sie in die Blue Ridge Mountains, stehen in Jeffersons Garten über Charlottesville, folgen dem Blue Ridge Parkway nach Süden und lassen sich in den Great Smoky Mountains vom Morgennebel überraschen, der den Bergen ihren Namen gab. Am Ende wartet Atlanta mit der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung, für alle, die Städte mögen, aber die Berge dazwischen nicht überspringen wollen.
Inkludierte/exkludierte Leistungen
- 10 Nächte in Mittelklasse Hotels
- Langstreckenflug von Deutschland nach Washington Dulles (IAD) und ab Atlanta (ATL) zurück
- Mietwagen Kategorie Midsize SUV
- Gebühr für 2. Fahrer inklusive
- Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt
- USA eSIM inkl. 10GB Datenvolumen
- Ausführliches Roadbook per App
- USA-Reiseführer
- Persönliche Ausgaben
- Benzin
- Trinkgelder
Preis inkl. Flug p. P. im DZ ab
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- Mietwagen
Straßenverlauf: © OpenStreetMap-Mitwirkende
Ihr Reiseplan
Ihr Flug landet in Washington Dulles, rund 40 Kilometer westlich der Innenstadt, gut eine halbe Stunde Transfer bei normalem Verkehr. Den Mietwagen übernehmen Sie noch nicht: Washington lässt sich mit der Metro und zu Fuß deutlich entspannter erleben als mit einem Auto, das drei Tage im Parkhaus steht.
Nach dem Einchecken empfehlen wir Ihnen einen ersten Spaziergang zur National Mall, am besten am späten Nachmittag. Dann liegt langes, goldenes Licht auf dem Reflecting Pool, das Washington Monument wirft seinen Schatten quer über den Rasen, und zwischen den Ulmen joggen Menschen im Feierabendtempo an Ihnen vorbei. Der Jetlag lässt sich hier gut abspazieren.
Für den ersten Abend reicht ein unkomplizierter Essensplan. Rund um Penn Quarter und Chinatown finden Sie Restaurants in Gehweite, die auch spät noch geöffnet haben.
Starten Sie früh bei den Smithsonian Museen, deren Eintritt durchgängig frei ist. Das National Air and Space Museum hängt seine Raumkapseln und Flugzeuge in eine helle Halle, in der Kinder den Kopf in den Nacken legen und Erwachsene es ihnen gleichtun. Wer lieber in die Geschichte des Landes eintaucht, wählt das National Museum of African American History and Culture, dessen bronzefarbene Gitterfassade das Licht der Mall in warme Rauten zerlegt.
Am Nachmittag lohnt der Weg über die Memorial-Achse nach Westen. Am Lincoln Memorial sitzt die Figur in kühlem Halbdunkel, während draußen die Hitze über den Stufen flimmert; am Vietnam Veterans Memorial spiegelt schwarzer Granit die Namen und Ihr eigenes Gesicht ineinander. Auf der anderen Seite des Potomac ziehen sich die weißen Reihen des Arlington National Cemetery über den Hang.
Den Abend planen wir gerne in Georgetown ein. Backsteinhäuser, Kopfsteinpflaster, der alte Kanal, an dem abends die Grillen lauter sind als der Verkehr.
Am Vormittag bleibt Zeit für ein letztes Museum oder den Capitol Hill, danach übernehmen Sie Ihren Mietwagen. Rund 210 Kilometer liegen vor Ihnen, gut zwei Stunden über die Interstate 66 nach Westen, bis der Verkehrsdruck der Hauptstadt hinter Ihnen abfällt und links und rechts Pferdekoppeln und Steinmauern auftauchen.
Kurz vor Harrisonburg schiebt sich die erste Bergkette ins Bild, ein langgezogener, weicher Rücken, der im Dunst tatsächlich blau wirkt. Harrisonburg selbst ist eine Universitätsstadt mit gut zu Fuß erschließbarer Downtown, roten Backsteinfassaden, Wandbildern an Seitenwänden und einer Gastronomie, die vom Barbecue-Schuppen bis zum Wochenmarktcafé reicht.
Wir empfehlen, den Abend hier ruhig anzugehen. Die Region gehört zu den ältesten Landwirtschaftsgebieten Virginias, und das schmeckt man in den Restaurants der Innenstadt.
Heute steht der Shenandoah National Park auf dem Programm, keine halbe Stunde östlich von Harrisonburg. Über den Eingang Swift Run Gap fahren Sie auf den Skyline Drive, jene 105 Meilen lange Kammstraße, die dem Blue Ridge in weiten Bögen folgt. Tempolimit 35 Meilen pro Stunde, und das ist keine Schikane, sondern die richtige Geschwindigkeit für eine Straße, die alle paar Minuten einen Overlook anbietet. Steigen Sie also aus und genießen Sie dich Aussicht!
Nach Norden gefahren erreichen Sie das Gebiet um Big Meadows bei Meile 51, eine offene Hochfläche mit Gräsern, die im Wind kippen, und Wanderwegen zu mehreren Wasserfällen. Wer lieber unter der Erde bleibt, fährt stattdessen zu den Luray Caverns östlich des Parks, wo Tropfsteinsäulen im Scheinwerferlicht aus dem Dunkel wachsen und sich über einer flachen Wasserfläche fast lückenlos spiegeln.
Für die Rückfahrt nach Harrisonburg rechnen Sie je nach Umkehrpunkt mit ein bis zwei Stunden. Planen Sie den Tag nicht bis auf die letzte Minute: Der Skyline Drive verführt zum Anhalten, und genau dafür ist er gebaut.
Nur 100 Kilometer trennen Sie heute von Charlottesville, gut eine Stunde über die US 33 und die Interstate 64, mit einer Passage über den Kamm der Blue Ridge, bei der die Straße in engen Kehren erst steigt und dann wieder ins Tal fällt.
Über der Stadt liegt Monticello, das Anwesen von Thomas Jefferson. Der rote Backsteinbau mit der weißen Kuppel steht auf einer gerodeten Bergkuppe, davor Gemüsebeete in langen Terrassen, dahinter Wald bis zum Horizont. Die Führungen erzählen längst nicht mehr nur die Geschichte des Präsidenten, sondern auch die der über sechshundert versklavten Menschen, die hier gearbeitet haben. Diesen Besuch legen wir Ihnen ausdrücklich ans Herz, und wir raten, das Ticket vorab online zu buchen.
Am späten Nachmittag bleibt Zeit für Charlottesville selbst. Die autofreie Downtown Mall zieht sich unter alten Bäumen entlang, Buchläden und Cafés stellen ihre Tische bis fast an die Ziegelmitte, und aus offenen Türen kommt abends Livemusik. Rundum liegen über vierzig Weingüter, falls Sie noch Lust auf einen Abstecher haben.
Heute 193 Kilometer und knapp zwei Stunden reine Fahrzeit, doch die Strecke lohnt jede zusätzliche Minute. Bei Rockfish Gap endet der Skyline Drive und der Blue Ridge Parkway beginnt, eine Panoramastraße ohne Ampeln, ohne Lastwagen, ohne Werbeschilder. Die Straße legt sich in langen Kurven an den Hang, Farnwedel stehen bis an den Asphalt, und in den Tälern liegt am Vormittag noch milchiger Dunst.
Auf halbem Weg passieren Sie die Peaks of Otter, drei markante Kuppen über einem stillen See, an dessen Ufer sich das Wasser kaum bewegt. Kurz vor Roanoke lohnt der Abzweig hinauf zum Roanoke Star auf dem Mill Mountain, einem 88,5 Fuß hohen Stahlstern von 1949, der jede Nacht leuchtet. Vom Aussichtsplateau daneben sehen Sie die Stadt im Talkessel liegen, dahinter Bergkette hinter Bergkette, jede eine Spur blasser als die davor.
Roanokes Innenstadt ist kompakt und abends gut belebt. Kunstinteressierte finden hier das Taubman Museum of Art mit freiem Eintritt.
Die längste Etappe der Reise: 408 Kilometer, rund vier Stunden über die Interstate 81 durch das Great Valley, flankiert von Bergketten auf beiden Seiten und Heuballen, die auf abgeernteten Feldern in der Sonne bleichen.
Auf halber Strecke liegt Bristol, eine Stadt, deren Hauptstraße exakt auf der Grenze zwischen Virginia und Tennessee verläuft. Hier entstanden 1927 die Aufnahmen, aus denen die kommerzielle Country-Musik hervorging. Das Birthplace of Country Music Museum, ein Affiliate der Smithsonian Institution, macht daraus eine Stunde, die auch Menschen packt, die mit Banjos sonst wenig anfangen können.
Am späten Nachmittag erreichen Sie Pigeon Forge am Fuß der Great Smoky Mountains. Der Ort trägt seinen Rummel offen vor sich her: Leuchtreklamen, Minigolfbahnen, Pfannkuchenhäuser in Reihe. Wer will, verbringt hier einen Nachmittag im Themenpark Dollywood. Wir sehen den Ort vor allem als praktisches Quartier für die zwei Tage im Nationalpark direkt nebenan.
Der Great Smoky Mountains National Park beginnt wenige Kilometer südlich Ihres Hotels. Sein Name stammt vom blaugrauen Dunst, den die Wälder selbst ausdünsten und der in den Tälern liegt wie Rauch, der nicht aufsteigen will. Zwei Ziele bieten sich an, und mehr als eines sollten Sie sich nicht vornehmen.
Cades Cove ist ein weites Wiesental, umschlossen von bewaldeten Kämmen, durch das eine elf Meilen lange Einbahnstraße führt. Zwei bis vier Stunden sollten Sie einplanen, mehr bei Wanderungen. Zwischen den Gräsern stehen alte Blockhäuser und Holzkirchen, morgens und abends äsen Weißwedelhirsche am Waldrand. Von Mai bis September ist die Schleife jeden Mittwoch für Autos gesperrt und gehört Radfahrern und Fußgängern.
Die Alternative führt in die Höhe: über die Newfound Gap Road hinauf zum Kuwohi, dem höchsten Punkt des Parks, wo Fichten und Tannen wie an einem kanadischen Hang stehen und die Luft merklich kühler wird. Ein kurzer, steiler Fußweg führt zum Aussichtsturm. Der Parkplatz dort ist regelmäßig überfüllt, halten Sie sich ein Ausweichziel bereit.
397 Kilometer und knapp vier Stunden liegen heute vor Ihnen, zunächst durch die Ausläufer der Smokies, dann über die Interstate 75 nach Süden.
Am Nachmittag erreichen Sie Atlanta, eine Stadt, die zwischen Wolkenkratzern erstaunlich viel Baumkrone stehen lässt. Für den Rest des Tages empfehlen wir etwas Ruhiges: einen Spaziergang im Piedmont Park, von dessen Wiese aus die Skyline über den Baumwipfeln aufragt, oder eine erste Runde durch Ihr Viertel.
Zum Essen bietet sich der Osten der Stadt an, rund um Inman Park und Old Fourth Ward, wo alte Industriegebäude heute Restaurants und Brauereien beherbergen.
Der Tag beginnt in der Auburn Avenue. Der Martin Luther King, Jr. National Historical Park umfasst das Geburtshaus, die historische Ebenezer Baptist Church und das Grab von Martin Luther King Jr. In der Kirche laufen Tonaufnahmen seiner Predigten, und in dem schlichten Raum mit den hölzernen Bänken wirkt seine Stimme sehr nah. Die Führungen durch das Geburtshaus sind auf fünfzehn Personen begrenzt und schnell vergeben, kommen Sie früh.
Am Nachmittag haben Sie die Wahl: Der Eastside Trail der Atlanta BeltLine führt auf einer ehemaligen Bahntrasse quer durch die Stadtviertel, gesäumt von Wandbildern, Skulpturen und Menschen auf Rädern, Rollen und Beinen; Ponce City Market liegt direkt daran. Alternativ zieht das Georgia Aquarium Sie in den Tunnel des Ocean Voyager, wo Walhaie so langsam über Ihnen hinwegziehen, dass man das Zeitgefühl verliert.
Für den letzten Abend planen wir gerne Livemusik ein. Atlanta hat eine Clubszene, die von Hip-Hop über Soul bis Bluegrass alles abdeckt, und die Wege sind kurz.
Je nach Abflugzeit bleibt Ihnen ein halber Tag. Das Centennial Olympic Park District im Zentrum bündelt mehrere Ziele auf wenigen Hundert Metern, dazwischen Wasserfontänen, in denen Kinder im Sommer bis auf die Haut nass werden.
Den Mietwagen geben Sie vor dem Rückflug am Flughafen Hartsfield-Jackson (ATL) ab. Rechnen Sie ab der Innenstadt mit rund 30 Minuten Fahrzeit und legen Sie zusätzlich Puffer ein: Der Flughafen gehört zu den verkehrsreichsten der Welt, entsprechend voll sind die Kontrollen.
Über den Wolken bleibt Zeit, die Route noch einmal nachzuzeichnen: von den Marmorstufen der National Mall über die Kammstraßen der Blue Ridge bis zum roten Boden Georgias.
Wunschleistungen
- Aufpreis Premium Economy Class Flüge: ab 720 € p. P.
- Rail & Fly ab/bis Frankfurt in der 2. Klasse inkl. ICE Nutzung: 110 € p. P.
- America The Beautiful Pass 250,- USD
FAQ
Welche Ziele gehören zu einer Reise durch die Südstaaten und Texas?
New Orleans, Nashville, Memphis, Charleston, Austin und San Antonio lassen sich sehr gut zu einer abwechslungsreichen Route verbinden. Für uns lebt diese Reise besonders von Musik, Geschichte, regionaler Küche und der entspannten Atmosphäre in den Städten
Welche Musikstädte gibt es in den Südstaaten?
New Orleans steht für Jazz, Memphis für Blues und Nashville für Country – jede Stadt hat ihren ganz eigenen Sound. Wir würden immer mindestens einen Abend für Livemusik einplanen, denn genau dann zeigen diese Städte ihren besonderen Charakter.
Welche regionalen Gerichte in den Südstaaten sollte ich probieren?
Barbecue, Tex-Mex, Gumbo, Jambalaya und Südstaatenküche gehören zu den kulinarischen Höhepunkten der Region. Besonders authentisch wird es in kleinen lokalen Restaurants, Food Markets oder BBQ-Lokalen abseits der großen Hotelketten.
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Bewertungen unserer Reisenden
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Christine Brauneis4 days ago
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Vera Frick18 days ago
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Sandra Theißen54 days ago
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Nina Pfeil-Hüsken54 days ago
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Silke Raabe64 days ago
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Antje Yeadon73 days ago
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Marcel Hampl106 days ago
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Silvia Gewiese118 days ago
Hat alles zu 100% gepasst.Von Buchung bis zum Urlaub alles perfekt.Immer wieder gerne auch ohne Englisch Kenntnisse kann man die USA bereisen.Da Reisen Experte alles super organisiert hat.Danke dafür nochmal war ein unvergesslicher Urlaub.
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