14-tägige Buddy Holly bis Pueblo-Kultur: Texas und New Mexico
Zwischen dem letzten täglichen Viehtrieb Nordamerikas und einer Höhlenkammer, die größer ist als jede andere auf dem Kontinent, liegen auf dieser Route zwei Wochen und rund zweitausend Kilometer. Wir nehmen Sie mit vom Grasland Nordtexas über die schnurgerade Hochebene der Llano Estacado hinunter in die Chihuahua-Wüste, wo Gipsdünen so weiß leuchten, dass die Augen sich erst daran gewöhnen müssen. Dazwischen liegen kleine Städte, in die sich selten ein Reisebus verirrt, ein Museum in einem alten Postamt und ein Weinberg auf 1.000 Metern Höhe. Am Ende wartet Santa Fe mit Adobemauern, die im Nachmittagslicht ockerfarben glühen. Diese Route haben wir für Sie so zusammengestellt, dass zwischen den langen Etappen genug Zeit zum Ankommen bleibt.
Inkludierte/exkludierte Leistungen
- 13 Nächte in Mittelklasse-Hotels
- Langstreckenflug von Deutschland nach Dallas/Fort Worth (DFW) und ab Albuquerque (ABQ) zurück
- Mietwagen Kategorie Midsize SUV
- Gebühr für 2. Fahrer inklusive
- Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt
- USA eSIM inkl. 10GB Datenvolumen
- Ausführliches Roadbook per App
- USA-Reiseführer
- Persönliche Ausgaben
- Benzin
- Trinkgelder
Preis inkl. Flug p. P. im DZ ab
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- Mietwagen
Straßenverlauf: © OpenStreetMap-Mitwirkende
Ihr Reiseplan
Nach der Landung am Dallas/Fort Worth International Airport übernehmen Sie Ihren Mietwagen direkt am Terminal, und weil Grapevine keine fünfzehn Kilometer nördlich der Landebahnen liegt, stehen Sie schon nach zwanzig Minuten vor Ihrem Hotel. Der Wagen begleitet Sie ab hier durchgehend, denn im Metroplex liegen die Ziele so weit auseinander, dass ohne Auto wenig geht.
Für den ersten Abend genügt der Historic Main Street District, ein Straßenzug einstöckiger Backsteinläden aus der Jahrhundertwende, der seit 1992 unter Denkmalschutz steht und heute Galerien, Boutiquen und sieben Weinprobierstuben beherbergt. Wer die vollen Stunden im Blick behält, erwischt das Glockenspiel an der Nummer 636, wo zweimal am Vormittag und viermal am Nachmittag zwei knapp drei Meter große Figuren aus dem Turm fahren und einen Zugüberfall von 1890 nachspielen, der so nie stattgefunden hat. Bei kräftigem Wind bleibt der Turm allerdings geschlossen.
Den Abend planen wir gerne mit einem Besuch bei Tolbert’s an der Main Street. Frank X. Tolbert schrieb das Standardwerk über texanisches Chili und rief 1967 den Wettbewerb in Terlingua ins Leben, seine Tochter führt das Lokal heute in Grapevine, und das Rezept ist unverändert geblieben.
Rund vierzig Kilometer und eine gute halbe Stunde trennen Grapevine von den Fort Worth Stockyards, dem alten Viehhandelsviertel westlich der Stadt. Zweimal täglich, um halb zwölf und um vier, treiben Cowboys in historischer Ausrüstung eine Herde Texas Longhorns die East Exchange Avenue hinunter, vorbei am backsteinernen Livestock Exchange Building, hinter dem die Tiere den Rest des Tages in den Pferchen stehen. Die Stadt hält für jedes Jahrzehnt ihrer Geschichte ein Tier, und wer eine Viertelstunde früher an der Straße steht, hat die bessere Sicht.
Am Nachmittag wechseln Sie in den Cultural District an der Camp Bowie Boulevard, wo zwei Museen direkt nebeneinander liegen. Das Kimbell Art Museum steckt in Louis Kahns Bau aus parallelen Tonnengewölben, unter denen das Tageslicht über gebogene Betonschalen einfällt und die Räume in ein weiches, gleichmäßiges Grau taucht. Der Zugang zur Sammlung ist frei. Nebenan zeigt das Amon Carter Museum amerikanische Kunst, ebenfalls ohne Eintritt und mit eigenem Parkplatz.
Auf dem Rückweg lohnt ein Stopp an den Fort Worth Water Gardens an der Commerce Street, wo elfeinhalb Meter Wasser über abgetreppte Betonwände in ein Becken stürzen und pro Minute rund 72.000 Liter zirkulieren. Das Rauschen schluckt den Verkehrslärm der Innenstadt vollständig. Schwimmen und Waten sind ausdrücklich verboten.
Nach Osten sind es ebenfalls vierzig Kilometer und eine gute halbe Stunde, dann schiebt sich die Skyline von Dallas über den Horizont. An der Elm Street steht ein siebenstöckiger Backsteinbau, in dem bis 1963 Schulbücher gelagert wurden. Heute erzählt das Sixth Floor Museum im sechsten Stock die Geschichte der Ermordung John F. Kennedys, vom Eckfenster aus schaut man direkt auf die Dealey Plaza und die Elm Street hinunter. Der letzte Einlass ist um Viertel nach vier, mehr als zwei Stunden sollten Sie nicht einplanen.
Am Nachmittag wird es grün. Der Dallas Arboretum liegt an der Garland Road am Ufer des White Rock Lake, ist täglich geöffnet und damit auch dann eine verlässliche Adresse, wenn die Museen der Stadt ihren Ruhetag haben. Wer lieber Stadt als Garten möchte, fährt nach Deep Ellum östlich der Innenstadt, 1873 gegründet und heute ein Viertel aus Livemusikclubs, Wandbildern und Werkstätten entlang der Walnut und der Malcolm X Street.
Hinter Fort Worth wird es schnell leer. Rund 172 Kilometer liegen heute vor Ihnen, knapp zwei Stunden über Highways, an denen die Zäune irgendwann wichtiger werden als die Häuser dahinter, und wo Rinder im hohen, gelben Gras stehen, das der Wind in langen Wellen umlegt.
Graham hat gut achttausend Einwohner und einen Platz, für den die Stadt den Titel des größten Downtown Square der Vereinigten Staaten reklamiert. Mitten darauf steht ein einzelner Steinbogen, die Osttür eines Gerichtsgebäudes von 1884, das 1932 abgerissen wurde und von dem nichts weiter übrig blieb. Daneben erinnert die Veterans Memorial Plaza mit einem gut zwei Meter hohen roten Granitstern an 157 Gefallene aus dem Landkreis, auf Tafeln stehen die Namen von über fünftausend Veteranen.
Am Ostrand des Platzes sitzt im alten Postamt das Old Post Office Museum, und in dessen Lobby hängt der eigentliche Grund für einen Besuch: Alexandre Hogue, einer der bekanntesten Maler der Dust-Bowl-Jahre, hat 1939 die Ölfelder von Graham an die Wand gebracht, im Auftrag der Post und für genau diesen Raum. Für den Abend empfehlen wir das Wildcatter Steakhouse südlich der Stadt, wo über Mesquite-Holz gegrillt wird und der angeschlossene Saloon den Namen einer Ölfeld-Eruption trägt. Ohne Reservierung ist ein Tisch nicht sicher, und eine zweite Adresse dieser Art gibt es hier nicht.
Achtzehn Kilometer nordwestlich, auf der FM 61 in gut zwanzig Minuten erreicht, liegt Fort Belknap, der nördlichste Posten einer Kette von Armeeforts, die einst vom Red River bis zum Rio Grande reichte. Mehrere Gebäude aus Bruchstein sind restauriert, der Eintritt ist frei, und die Anlage schließt zwischen zwölf und halb zwei über Mittag, was einen Vormittagsbesuch entweder kurz oder unterbrochen macht.
Nachmittags fahren Sie rund 55 Kilometer nach Südwesten zum Possum Kingdom Lake, einem Stausee im Tal des Brazos River mit über 300 Meilen zerklüfteter Uferlinie. Der State Park kostet vier Dollar pro Erwachsenem und ist an vollen Tagen ausgebucht, eine Reservierung vorab kostet nichts und spart Ärger am Tor. Vom Ufer aus sehen Sie Kalksteinwände, die steil ins türkisgrüne Wasser abfallen.
Die bekannteste Formation des Sees, das Hell’s Gate, besteht aus zwei rund siebenundzwanzig Meter hohen Zwillingsklippen, die eine Bucht wie ein Tor öffnen. Sie liegt außerhalb des State Parks und ist praktisch nur vom Wasser aus zu sehen, wer sie erleben möchte, bucht eine Bootstour über eine der Marinas.
Heute wird gefahren. Rund 348 Kilometer und dreieinhalb Stunden führen nach Westen, und irgendwo hinter Seymour hört das Land auf, sich zu bewegen: Die Llano Estacado ist eine der flachsten großen Hochebenen Nordamerikas, das Getreide steht in exakten Rechtecken, Bewässerungsanlagen ziehen ihre Kreise, und der Horizont ist eine gezogene Linie.
Lubbock empfängt Sie mit einer Straße, die Crickets Avenue heißt, und mit einem alten Bahnhof der Fort Worth and Denver Railway, in dem heute das Buddy Holly Center untergebracht ist. Das Haus sammelt sein Leben und seine Musik und zeigt daneben in einer eigenen Galerie wechselnde Kunstausstellungen, für die kein Eintritt fällig wird. Gegenüber steht die Bronzestatue auf der Buddy and Maria Elena Holly Plaza, umringt von den Sternen des West Texas Walk of Fame, auf denen Musikerinnen und Musiker der Region stehen, die Civic Lubbock bis heute jedes Jahr um neue Namen ergänzt.
Für den Abend genügt der Weg zu Fuß: Der Depot District zieht sich die Buddy Holly Avenue zwischen der 17. und der 19. Straße entlang, restaurierte Lagerhäuser mit Bars, Livemusik und dem Cactus Theater.
Das National Ranching Heritage Center am Rand des Campus der Texas Tech University ist kein Museum im üblichen Sinn, sondern eine Siedlung: 55 originale Ranchgebäude aus den 1780er bis 1950er Jahren wurden über den ganzen Bundesstaat eingesammelt und auf knapp acht Hektar wieder aufgebaut, von der einräumigen Blockhütte über das Bunkhouse bis zur Ranchvilla mit Veranda. Man geht von Haus zu Haus, tritt ein, riecht altes Holz und kaltes Eisen, und der Eintritt kostet nichts.
Mittags fahren Sie zwanzig Minuten nach Wolfforth zu Evie Mae’s, einem Barbecue-Betrieb, der ab elf Uhr serviert und schließt, sobald das Brisket alle ist. Wer sicher etwas abbekommen möchte, kommt früh.
Der Nachmittag führt in die Weinberge, denn die Texas High Plains liefern den größten Teil der texanischen Trauben, und die Höhenlage von rund tausend Metern sorgt für kühle Nächte. Im Depot District schenkt McPherson Cellars in einer ehemaligen Coca-Cola-Abfüllanlage aus, östlich der Stadt bietet Llano Estacado Verkostungen und an ausgewählten Tagen eine Kellerführung an. Zum Abendessen empfehlen wir The West Table im historischen Pioneer Building an der Broadway Street.
Wo die Hochebene endet, bricht sie ab. Rund 150 Kilometer und zwei Stunden nach Nordosten liegt der Caprock Canyons State Park, wo rostrote Sandsteinwände in Schluchten abfallen, die sich aus der Ebene heraus erst zeigen, wenn man fast davorsteht. Durch den Park zieht die Texas State Bison Herd, Nachfahren der letzten südlichen Präriebisons, und sie läuft frei, nicht hinter Gattern. Auf der Parkstraße gilt deshalb Vorfahrt für Tiere.
Rechnen Sie mit vier Stunden reiner Fahrzeit an diesem Tag, dazu drei bis vier Stunden im Park, und packen Sie mehr Wasser ein, als Ihnen nötig erscheint. Wer den langen Weg lieber lässt, bleibt in Lubbock und besucht das Silent Wings Museum im ehemaligen Flughafenterminal, in dem ein vollständig restaurierter Lastensegler aus Stahlrohr und bespanntem Stoff steht, mit dem im Zweiten Weltkrieg motorlos hinter feindliche Linien geflogen wurde.
Rund 289 Kilometer und knapp drei Stunden führen heute nach Westen über die Staatsgrenze, und weil New Mexico in der Mountain Time liegt, gewinnen Sie unterwegs eine Stunde zurück. Nutzen Sie sie, denn sie entscheidet über den Rest des Tages.
Vierundvierzig Kilometer südwestlich der Stadt Carlsbad öffnet sich im Kalkstein der Guadalupe Mountains ein Loch, durch das seit Jahrtausenden Fledermäuse ausfliegen. Der Carlsbad Caverns National Park schützt darunter ein Höhlensystem, dessen Hauptkammer, der Big Room, die volumenmäßig größte einzelne Höhlenkammer Nordamerikas ist. Der Rundweg dort unten ist zwei Kilometer lang, weitgehend eben und in anderthalb Stunden zu gehen. Wer den natürlichen Eingang nimmt, steigt stattdessen 229 Höhenmeter in einer Serpentine hinab, was der Park selbst mit fünfundsiebzig Stockwerken vergleicht, und der Weg ist steil, feucht und rutschig.
Unten ist es das ganze Jahr über dreizehn Grad, gleichgültig ob draußen die Wüste flimmert, und die Luft riecht nach nassem Stein. Auf Höhlenniveau gibt es eine Snackbar, den Underground Lunchroom, siebenhundertfünfzig Fuß unter der Oberfläche. Das letzte Höhlenticket wird um Viertel nach zwei verkauft, der Aufzug bringt Sie bis Viertel vor fünf wieder nach oben. Zum Abendessen bietet sich in Carlsbad das Trinity Hotel an der Canal Street an, alternativ das YellowBrix ein paar Häuser weiter mit Terrasse und an den meisten Abenden Livemusik.
Wenn die Zeit für die Höhle an diesem Tag nicht mehr reicht, ist der Living Desert Zoo and Gardens State Park am Stadtrand die gute Alternative, ein Rundweg von gut zwei Kilometern durch die Chihuahua-Wüste mit über vierzig Tierarten, die alle aus dieser Region stammen.
Die heutige Etappe misst 234 Kilometer und dauert knapp zwei Stunden vierzig, und sie ist die abwechslungsreichste der ganzen Reise. Zuerst geht es nach Norden durch Ölfelder bis Artesia, dann biegt die Straße nach Westen ab und beginnt zu steigen. Aus Kreosotbusch wird Wacholder, aus Wacholder werden Ponderosa-Kiefern, und in Cloudcroft stehen Sie plötzlich auf fast zweitausendsiebenhundert Metern in kühler, harziger Bergluft mit Blick über das Tularosa Basin. Danach fällt die Straße in engen Kehren wieder ab, und die Temperatur steigt mit jedem Kilometer.
Am Nachmittag erreichen Sie den White Sands National Park, das größte Gipsdünenfeld der Welt, siebenhundertzwölf Quadratkilometer aus einem Sand, der zu achtundneunzig Prozent aus reinem Gips besteht. Gips löst sich in Wasser auf wie Zucker im Tee, wie es der Park selbst formuliert, weshalb es solche Dünen fast nirgends sonst auf der Welt gibt. Der Dunes Drive führt dreizehn Kilometer ins Feld hinein, die ersten acht Kilometer asphaltiert, die letzten fünf über festgefahrenen Gipssand, der aussieht wie geräumter Schnee.
Am Ende der Straße liegt der Bereich, in dem Rutschen erlaubt ist, und im Parkladen bekommen Sie die gewachsten Plastikteller dafür. Wir empfehlen, bis in die späten Nachmittagsstunden zu bleiben: Wenn die Sonne flach steht, wirft jede Düne einen langen Schatten, das Weiß nimmt einen rosa Ton an, und die Sacramento Mountains im Osten färben sich violett.
Alamogordo lebt bis heute von dem, was am Himmel über ihm getestet wurde. Am Osthang der Stadt steht ein fünfgeschossiger Glaswürfel, in dem das New Mexico Museum of Space History die Raumfahrtgeschichte der Region erzählt, von Robert Goddards Versuchen bis zur International Space Hall of Fame. Davor, im John P. Stapp Air and Space Park, steht die Little Joe II aufgerichtet in den Himmel, sechsundzwanzig Meter hoch, die größte Rakete, die je von New Mexico aus gestartet ist.
Danach sind es nur 108 Kilometer und gut eine Stunde nach Südwesten. Der US Highway 70 zieht über die Ebene, links die Sacramento Mountains, rechts das Sperrgebiet der Missile Range, und irgendwann tauchen die zerklüfteten Felsnadeln der Organ Mountains auf, die Las Cruces den Rücken decken.
Übernachten Sie in Las Cruces, verbringen Sie den Abend aber in Mesilla, zwei Kilometer südwestlich. Der Mesilla Plaza ist ein Adobeplatz aus dem neunzehnten Jahrhundert, auf dem 1854 der Gadsden Purchase mit einer Flaggenzeremonie besiegelt wurde und 1881 Billy the Kid vor Gericht stand. Ringsum stehen dicke Lehmmauern, in denen Läden, Galerien und Lokale sitzen. Am Nordostrand liegt La Posta, ein Adobekomplex aus den 1840er Jahren, in dem seit 1939 gekocht wird und ein überdachter Durchgang in einen Innenhof voller Grünpflanzen und Vogelkäfige führt.
Wer statt Museum lieber Landwirtschaft möchte, fährt vormittags zu PistachioLand nördlich von Alamogordo, wo eine zwanzigminütige Anhängerfahrt durch Pistazienhain und Weinberg führt und vor dem Laden die größte Pistazie der Welt aus Beton steht.
Die längste zusammenhängende Fahrt der Reise beginnt: 358 Kilometer und rund drei Stunden fünfzehn auf der Interstate 25, die dem Rio Grande nach Norden folgt und dabei durch eine Landschaft schneidet, in der die Bergketten links und rechts wie Kulissen hintereinander gestaffelt stehen.
Auf halber Strecke lohnt eine Pause in Truth or Consequences, einer Kleinstadt, die bis 1950 schlicht Hot Springs hieß und sich in jenem Jahr umbenannte. Im Historic Bathhouse District an der Austin und der Pershing Street tritt Mineralwasser mit siebenunddreißig bis sechsundvierzig Grad aus dem Boden, und mehrere der alten Badehäuser sind bis heute in Betrieb.
Am Nachmittag erreichen Sie Albuquerque. Die Old Town wurde 1706 als spanische Siedlung gegründet und besteht bis heute aus niedrigen Adobehäusern um einen Platz, auf dem über hundertfünfzig kleine Betriebe sitzen. An der Nordseite steht San Felipe de Neri, eine Kirche von 1793 mit meterdicken Lehmwänden und zwei schlanken weißen Türmen, die nachmittags bis vier Uhr zu besichtigen ist. Für den Abend empfehlen wir El Pinto im Norden der Stadt, wo seit 1962 nach den Rezepten der Familie Chavez-Griggs gekocht wird und die Terrassen unter alten Bäumen liegen, oder Sadie’s für die kräftigere Variante der roten und grünen Chilesoßen.
Am Ostrand der Stadt beginnt eine Seilbahn, die viereinhalb Kilometer weit den Berg hinaufzieht. Die Sandia Peak Tramway endet oben am Kamm der Sandia Mountains, und von dort liegt Albuquerque als grauer Fleck unten im Tal, während sich der Blick nach Westen über die Ebene bis zu den erloschenen Vulkankegeln am Horizont öffnet. Am Morgen ist die Luft klarer und der Andrang geringer.
Für die Weiterfahrt nach Santa Fe gibt es zwei Wege. Die Interstate 25 schafft die gut hundert Kilometer in einer knappen Stunde, der Turquoise Trail auf der New Mexico 14 braucht ein Vielfaches davon und ist es wert. Die Straße läuft an der Ostflanke der Sandias entlang durch alte Bergbauorte, vorbei am Tinkertown Museum in Sandia Park, für das Ross Ward über vierzig Jahre lang geschnitzte Miniaturfiguren und bewegte Dioramen zusammengetragen hat, und weiter nach Madrid, einer ehemaligen Kohlesiedlung, deren bunt gestrichene Bretterhäuser heute Galerien und Werkstätten beherbergen.
In Santa Fe angekommen, gehen Sie zur Plaza. Unter der Arkade des Palace of the Governors sitzen täglich von halb neun bis fünf indigene Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker auf Decken und verkaufen Silber, Türkis und Keramik, die sie selbst gefertigt haben. Über fünfzehnhundert von ihnen sind für das Programm zugelassen, und jede Bewerbung wird auf handwerkliche Qualität geprüft. Zum Abendessen empfehlen wir The Shed in einer Adobe-Gasse an der East Palace Avenue, seit 1953 in Familienhand, oder das täglich geöffnete Cafe Pasqual’s an der Ecke Water Street.
Für den letzten Morgen bleiben Sie in der Altstadt. An der Johnson Street zeigt das Georgia O’Keeffe Museum täglich ihre Arbeiten, jene Blüten und gebleichten Tierschädel vor rotem Fels, die das Bild dieser Landschaft weit über New Mexico hinaus geprägt haben. Ein paar Straßen weiter steht die Loretto Chapel mit jener freitragenden Wendeltreppe, die ohne Mittelpfosten zwei volle Umdrehungen zur Empore steigt und um die sich seit dem neunzehnten Jahrhundert eine Legende rankt. Wer lieber draußen bleibt, geht die Canyon Road hinauf, wo in gut einem Kilometer über siebzig Galerien und Ateliers in alten Adobehäusern sitzen und die Skulpturen bis in die Vorgärten stehen.
Je nach Abflugzeit bleibt danach Zeit für einen letzten Gang über die Plaza oder ein spätes Frühstück im Schatten der Cathedral Basilica of St. Francis of Assisi, bevor Sie den Wagen für die gut hundert Kilometer nach Süden noch einmal beladen. Rund eine Stunde auf der Interstate 25 trennt Santa Fe vom Albuquerque International Sunport, wo Sie den Mietwagen zurückgeben und der Rückflug nach Deutschland startet.
Wunschleistungen
- Aufpreis Premium Economy Class Flüge: ab 720 € p. P.
- Rail & Fly ab/bis Frankfurt in der 2. Klasse inkl. ICE Nutzung: 110 € p. P.
- America The Beautiful Pass 250,- USD
FAQ
Welche Ziele gehören zu einer Reise durch die Südstaaten und Texas?
New Orleans, Nashville, Memphis, Charleston, Austin und San Antonio lassen sich sehr gut zu einer abwechslungsreichen Route verbinden. Für uns lebt diese Reise besonders von Musik, Geschichte, regionaler Küche und der entspannten Atmosphäre in den Städten
Wann bereise ich die Südstaaten und Texas am besten?
Frühling und Herbst sind unsere Empfehlung, weil die Temperaturen dann meist angenehmer sind als im Hochsommer. Im Sommer helfen frühe Ausflüge, klimatisierte Pausen und etwas mehr Flexibilität bei der Tagesplanung.
Welche Musikstädte gibt es in den Südstaaten?
New Orleans steht für Jazz, Memphis für Blues und Nashville für Country – jede Stadt hat ihren ganz eigenen Sound. Wir würden immer mindestens einen Abend für Livemusik einplanen, denn genau dann zeigen diese Städte ihren besonderen Charakter.
Was sollte ich in Texas nicht verpassen?
Austin mit Livemusik, San Antonio mit River Walk und Alamo sowie Big Bend mit Wüstenlandschaften gehören für uns zu den schönsten Texas-Erlebnissen. Wegen der großen Distanzen empfehlen wir, weniger Stationen zu wählen und dafür mehr Zeit pro Ort einzuplanen.
Welche regionalen Gerichte in den Südstaaten sollte ich probieren?
Barbecue, Tex-Mex, Gumbo, Jambalaya und Südstaatenküche gehören zu den kulinarischen Höhepunkten der Region. Besonders authentisch wird es in kleinen lokalen Restaurants, Food Markets oder BBQ-Lokalen abseits der großen Hotelketten.
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Bewertungen unserer Reisenden
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Vera Frick4 days ago
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Sandra Theißen40 days ago
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Nina Pfeil-Hüsken40 days ago
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Silke Raabe50 days ago
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Verena Franken50 days ago
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Antje Yeadon59 days ago
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Marcel Hampl92 days ago
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Silvia Gewiese104 days ago
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Christin106 days ago
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